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«Verstummt»: Karin Slaughters neuer Thriller

Hamburg (dpa) Sie waren Karin Slaughters Lesern in fünf Thrillern ans Herz gewachsen, aber in ihrem neuen Werk «Verstummt» tauchen Gerichtsmedizinerin Sara Linton und Ermittler Jeff Tolliver nicht mehr auf.

«Verstummt»: Karin Slaughters neuer Thriller

Karin Slaughter: Verstummt

Doch auch mit ihrem neuen Krimi knüpft die US- Autorin, die es so gut versteht, Spannung und Schaudern zu erzeugen, nahtlos an ihre Bestseller-Erfolge von «Belladonna» bis «Gottlos» an.

«Vor zwei Jahren beschloss ich, ein Buch außerhalb meiner Grant- County-Serie zu schreiben», schildert Slaughter in der Danksagung ihres 2006 in den USA veröffentlichten Werks «Verstummt». «Das war ein riskantes Vorhaben, und ich wusste, dass die Leute mich entweder für wirklich schlau oder wirklich verrückt halten würden.»

Der Titel ist mehrdeutig: Den Mordopfern werden die Zungen entfernt, einige Menschen haben zu lange geschwiegen, und schließlich dürften auch dem Leser während der Lektüre mitunter die Worte fehlen. Detective Michael Ormewood, der in Atlanta/Georgia - der Heimat Slaugthers - ermittelt, wird an einen Tatort gerufen. Dort offenbart sich ihm ein abscheuliches Bild: eine verstümmelte Prostituierte.

Der Mord weist Parallelen zu einer 20 Jahre zurückliegenden Tat auf, Slaughter blendet die Zeitungsberichte von damals geschickt in die aktuelle Handlung ein. Ausgerechnet jetzt hat der Verurteilte seine Strafe abgesessen und ist auf freiem Fuß. Hat er wieder zugeschlagen? Schließlich gibt es eine weitere Tote. Ormewood erkennt voller Entsetzen die Leiche seiner Nachbarin. Mit jener hatte der oft gereizte, wenig sympathische Polizist zuletzt eine Affäre.

Bis dahin plätschert die Handlung Buches eher leise dahin, um dann - wie so oft bei Slaughter - mit einem Knalleffekt in einem einzigem Satz abzubrechen.

Im zweiten Teil lernt der Leser den damals Verurteilten, John Shelley, kennen, erfährt von seinen Bemühungen um einen Neuanfang nach der Haftentlassung und jede Menge Details über seine Kindheit und Jugend. Sensible Einblicke gibt Slaughter in Shelleys Gefühle und Ängste und lässt den Leser zweifeln: Ist dieser Mann wirklich ein Mörder, gar ein Serienkiller?

Als Shelley merkt, dass jemand seine Identität benutzt, gerät er in Panik und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei stößt er auf einen alten Bekannten.

Beide Handlungsstränge laufen wieder parallel, und von nun an ist der Leser den Detectives immer einen Schritt voraus und möchte ihnen zurufen: Schaut auf das Offensichtliche und beeilt Euch! Kurzum: «Verstummt» ist ein typischer Slaughter-Thriller mit der eingebauten Garantie, ihn nicht mehr aus der Hand legen zu können.

Karin Slaughter

Verstummt

Blanvalet Verlag , München

512 S., Euro: 19,95

ISBN: 978-3-7645-0266-9

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