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Verweste Frauenleiche: Tochter bestreitet Tötung der Mutter

Bochum. Fünfeinhalb Monate nach dem Fund einer stark verwesten Frauenleiche in einer Wattenscheider Wohnung hat der Prozess gegen die Tochter begonnen. Die psychisch kranke 53-Jährige soll ihre Mutter in der Nacht auf den 17. Oktober 2017 mit einer Schere erstochen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich beide Frauen gegenseitig vorgeworfen haben, für die „desolaten Lebensumstände des jeweils anderen“ verantwortlich zu sein. Zum Prozessauftakt vor dem Bochumer Schwurgericht hat die 53-Jährige die Vorwürfe am Montag allerdings bestritten. Nach ihren Angaben hat sich ihre 85-jährige Mutter die Verletzung mit der Schere selbst zugefügt. 

Verweste Frauenleiche: Tochter bestreitet Tötung der Mutter

Das Justizzentrum Bochum, Sitz von Amts- Arbeits- und Landgericht. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Die Polizei hatte die Leiche der Seniorin zwei Wochen später nach einem Hinweis von Nachbarn gefunden. Die Tochter der 85-Jährigen gilt vor Gericht als schuldunfähig. Im Falle einer Verurteilung droht ihr jedoch die Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie.

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