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Verwirrung um Nationalität von Boxweltmeister Charr

Hamburg. Um die Staatsangehörigkeit von Boxweltmeister Manuel Charr gibt es Verwirrung.

Verwirrung um Nationalität von Boxweltmeister Charr

Um seine Staatsangehörigkeit gibt es Verwirrung: Schwergewichts-Weltmeister Manuel Charr. Foto: Guido Kirchner

Nach widersprüchlichen Aussagen in Medien sagte Charr am Dienstagabend im TV-Sender Sky Sports News HD: „Ich bin deutsch zu 1000 Prozent. Ich kam im Trubel nicht dazu, meinen Pass abzuholen. Ich habe einen deutschen Pass. Der liegt vor und liegt im Amt.“

Zuvor hatte der Kölner „Express“ Charr interviewt. Da wird der 33 Jahre alte Boxer mit den Worten zitiert: „Mein Einbürgerungsverfahren liegt wegen eines möglichen Strafverfahrens auf Eis. Das wird gerade von meinen Anwälten geklärt, und dann hoffe ich, meinen Pass endlich abholen zu dürfen. Aber letztlich ist es nur ein Stück Papier. Was zählt ist, dass ich mich vom Herzen her als Deutscher fühle.“

Es gebe keine Verfahren, die die Ausgabe seines Passes verhindern könnten, sagte Charr später bei Sky. Er werde jetzt Urlaub machen, „dann gehe ich zum Amt und hole meinen Pass“. Er sei ein Sportler, der mit Stolz die deutsche Fahne trage. „Deutschland hat einen neuen Weltmeister. Es gibt keinen Zweifel.“ Als Beweis hielt Charr seinen deutschen Führerschein, Bank- und ADAC-Karte in die Kamera.

Im Rätselraten um die Staatsbürgerschaft versicherte er der „Bild“-Zeitung (Dienstag): „Ja, ich schwöre es! Ich bin seit eineinhalb Jahren Deutscher.“ Gleichlautende Aussagen hatte er in verschiedenen Interviews vor dem Kampf am vergangenen Samstag getroffen. Der Deutschen Presse-Agentur sagte der im Libanon geborene und im Kindesalter mit seiner Familie nach Deutschland geflüchtete Charr: „Ich habe nur einen Pass, und das ist der deutsche.“

Charr hatte den WM-Gürtel des Verbandes WBA gegen den Russen Alexander Ustinow einstimmig gewonnen. Der Erfolg wurde gefeiert als erster deutscher WM-Titel im Schwergewicht nach 85 Jahren. Letzter Titelträger war Max Schmeling von 1930 bis 1932. Danach betonte Charr: „Diesen Titel widme ich Deutschland.“ In der „Bild“-Zeitung ergänzte er, er widme den Titel Kanzlerin Angela Merkel, „weil Deutschland meine Heimat ist“.

Wie im Video-Portal Youtube zu sehen ist, sagte er in einem Interview türkischen Journalisten: „Ich möchte dem türkischen Volk und dem Präsidenten (Erdogan - d.A.) diesen Gürtel widmen.“ Das sei eine Anerkennung für die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen.

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