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Vettel erwartet Dreikampf - Hamilton hofft auf echten Fight

Baku. Sebastian Vettel erwartet in Aserbaidschan einen Dreikampf um den Sieg. Für den Formel-1-Spitzenreiter ist in Baku vor allem der Wohlfühlfaktor entscheidend. Verfolger Lewis Hamilton hofft auf die Trendwende. Welche Rolle spielt Vettels Rammstoß von 2017 noch?

Vettel erwartet Dreikampf - Hamilton hofft auf echten Fight

Sebastian Vettel erwartet beim Großen Preis von Aserbaidschan in Baku einen Dreikampf um den Sieg. Foto: Luca Bruno/AP

An seinen Ausraster in Aserbaidschan vom vergangenen Jahr verschwendete Sebastian Vettel keinen Gedanken. Mit schicker Sonnenbrille auf der Nase und einer kleinen Wasserflasche in der Hand beschäftigte sich der WM-Spitzenreiter im Formel-1-Fahrerlager vielmehr mit dem Hier und Jetzt in Baku. Für das vierte Rennen der Saison am Sonntag stellt sich der deutsche Ferrari-Star auf den nächsten Dreikampf um den Sieg ein.

„Gerade hier ist es wichtig, dass man sich wohlfühlt mit dem Auto auf der Strecke und dass man den Rhythmus findet. Ich glaube, es ist sehr eng zwischen Red Bull, Mercedes und uns. Der, der sich am wohlsten fühlt und alle Kleinigkeiten im Griff hat, steht dann vorne“, meinte der viermalige Weltmeister am Donnerstag.

Die ersten beiden Grand Prix konnte Vettel gewinnen. Zuletzt in China kostete ihn ein von Red-Bull-Pilot Max Verstappen verschuldeter Crash und ein schlecht getimter Boxenstopp eine bessere Platzierung als Position acht. „Wir versuchen alles auf den Punkt hin abzuliefern und alles richtig zu machen“, sagte Vettel vor der nächsten Chance, sich im WM-Klassement weiter abzusetzen. „Wir haben ein sehr starkes Auto, haben aber nach wie vor sehr sehr viel Potenzial im Auto.“

2017 leistete sich Vettel einen spektakulären Ausraster am Kaspischen Meer. In der 19. Runde fuhr der Scuderia-Pilot Lewis Hamilton absichtlich ans linke Mercedes-Vorderrad. Ob eine Form der Wiedergutmachung nun eine Art Extramotivation bedeute, wurde Vettel im Hinterhof des Fahrerlagers gefragt. „Nicht wirklich“, sagte er. „Nicht wirklich“ lautete auch seine Antwort auf die Frage, ob die Dominanz der Silberpfeile nun gebrochen sei. „Mercedes ist nach wie vor der Favorit“, behauptete der 30-Jährige.

Hamilton teilt diese Einschätzung nicht unbedingt. Viel zu sehr müht sich sein Rennstall in dieser Saison mit Problemen herum. Vor allem die Reifen bereiten dem ebenfalls viermaligen Weltmeister Sorgen. „Manche Dinge lernt man schneller als andere. Wir verstehen sie schon besser als im letzten Rennen“, erzählte der in eine weiße kurze Hose und rot-weiße Ringelsocken gekleidete Brite.

Trotz der für Hamilton dürftigen Ausbeute von Platz zwei, drei und vier in den ersten drei Rennen liegt der 33-Jährige nur neun Punkte hinter Spitzenreiter Vettel. Aserbaidschan ist sein einziger aktueller Formel-1-Kurs, wo er noch nie auf das Podium kam. „Ich hoffe, ich werde das Auto haben, um mit Sebastian einen echten Kampf auszutragen“, sagte Hamilton.

Der Rammstoß von Vettel spielt auch für ihn keine Rolle. Sein Respekt vor dem Heppenheimer sei seitdem sogar in „beträchtlichem Umfang“ gewachsen, meinte Hamilton vor der PS-Jagd durch die Gassen der malerischen Altstadt. An der engsten Stelle ist das Asphaltband sogar gerade einmal knapp acht Meter breit.

Vettel, Hamilton und Co. wird eine Menge Fingerspitzengefühl abverlangt. Daniel Ricciardo hat das im vergangenen Jahr bei einem chaotischen Rennen meisterhaft bewiesen. Nach seinem Sieg in China macht sich der Australier Hoffnungen, auch in Baku wieder weit vorne zu landen. Die schier endlose, rund 2000 Meter lange Gerade vor Kurve eins kommt dem leistungsschwächeren Renault-Motor von Red Bull jedoch nicht zugute. Das 150. Podium für sein Team würde Ricciardo dennoch liebend gerne einfahren.

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