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VfL Wolfsburg in Hoffenheim mit 0:3 vorgeführt

Sinsheim. Wolfsburg muss im Abstiegskampf der Bundesliga auf die Schwächen der Konkurrenten Mainz, HSV und Köln hoffen. Die eigenen Stärken waren beim 0:3 in Hoffenheim kaum auszumachen.

VfL Wolfsburg in Hoffenheim mit 0:3 vorgeführt

Hoffenheims Nico Schulz (18) schießt das Tor zum 1:0 gegen den VfL. Foto: Uwe Anspach

Die wenigen mitgereisten Fans in der Gästekurve ignorierten die Profis des VfL Wolfsburg nach dem Schlusspfiff schlichtweg und kehrten dem Verlierer den Rücken.

Auch unter Bruno Labbadia steckt der letztjährige Relegationsteilnehmer weiter tief im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Im dritten Spiel unter dem neuen Chefcoach unterlagen die Niedersachsen am Samstag mit 0:3 (0:1) bei 1899 Hoffenheim und blieben nach einem desolaten Auftritt erneut sieglos. „So wie wir heute aufgetreten sind..., also wenn wir so weitermachen, dann wird es sehr, sehr schwierig“, sagte VfL-Kapitän Paul Verhaegh.

Nico Schulz (18. Minute), Serge Gnabry (77.) und Joshua Guilavogui (80.) per Eigentor trafen vor 25.550 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena zum hochverdienten Erfolg für das Team von Trainer Julian Nagelsmann. „Da ist wieder so ein Mechanismus eingetreten, dass wir nach dem 0:1 total die Linie verloren haben“, klagte Labbadia. Auch unter dem Nachfolger von Remis-König Martin Schmidt (zwölf Unentschieden) ist der VW-Club - punktgleich mit dem FSV Mainz 05 auf dem Relegationsplatz - weiter in einer bedrohlichen Situation.

Labbadias Start-Bilanz mit einem 1:1 in Mainz, 1:2 gegen Leverkusen und nun diesem herben Rückschlag ist ernüchternd. Seit sechs Liga-Spielen wartet der hochambitionierte Club auf einen Erfolg, während die Hoffenheimer an den internationalen Plätzen dranbleiben.

Die erste Sturm- und Drangphase der TSG nutzte der starke Schulz zu seinem ersten Erstliga-Tor für Hoffenheim: Der Ex-Gladbacher ließ nach einer Hereingabe von Florian Grillitsch dem früheren Hoffenheimer Keeper Koen Casteels aus sieben Metern keine Chance. Im Wolfsburger Mittelfeld verloren Yunus Malli, Daniel Didavi und Co. dann immer öfter den Zugriff gegen schwungvolle Hoffenheimer.

Dem Tabellensiebten hatte der 2:0-Sieg in Ausgburg sichtlich gut getan. Befreit spielte die Mannschaft auf und hatte nach einer guten halben Stunde gleich zwei Großchancen: Serge Gnabry traf erst die Latte, zwei Minuten später blockte Paul Verhaegh einen Kopfball des U21-Europameisters auf der Torlinie.

Andrej Kramaric hätte sich dann in die Vereins-Rekordliste eintragen können als erster Spieler der TSG, der in sechs Spielen hintereinander getroffen hat. Doch der wiedererstarkte kroatische Nationalstürmer scheiterte frei vor Casteels. Längst stürmten da nur noch die Hausherren - Wolfsburg war mit dem 0:1 zur Pause bestens bedient.

Noch vor dem Seitenwechsel hatte Labbadia seine wirkungslose Sturmspitze Divock Origi vom Platz genommen und brachte Josip Brekalo. Der Kroate musste aber bereits in der 54. Minute mit Verdacht auf Gehirnerschütterung wieder raus. So blieb das Angriffsbemühen der Wolfsburger Stückwerk, auch wenn der Gegner ziemlich leichtfertig immer wieder Überzahl-Situationen bei Kontern vertändelte.

An der Seitenlinie verzweifelt Nagelsmann fast, hatte aber ebenso wie seine Profis Glück, dass von Wolfsburg an diesem Tag nichts zu befürchten war. Gnabry und VfL-Profi Guilavogui, der von seinem Mitspieler Robin Knoche angeschossen wurde, mit einem Slapstick-Eigentor sorgten dann für die Entscheidung. „Wir hätten zur Halbzeit höher führen müssen“, meinte Nagelsmann, hatte aber sonst nicht viel zu meckern beim mühelosen Sieg seiner Mannschaft.

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