Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Viel Geld für einen sauberen Fluss

18.06.2018
Viel Geld für einen sauberen Fluss

So gerade fließt kein normaler Fluss. Aber die Emscher ist vor vielen Jahren in ein möglichst gerades Bett gezwängt worden, um das stinkende Abwasser möglichst schnell abzutransportieren.schroeter © Thomas Schroeter

Castrop-Rauxel. Als das Ruhrgebiet, in dem wir leben, vor über 100 Jahren begann, immer mehr Menschen anzuziehen, die hier auf Arbeit in Bergwerken und Stahlindustrie hofften, standen die Menschen vor vielen Herausforderungen. Für alle die Menschen musste Wohnraum geschaffen werden, es mussten Straßen gebaut werden, es mussten Ver- und Entsorgungseinrichtungen her. Das führt bis heute zu so manchen Problemen. Denn manchmal machte man es sich damals leicht. Manchmal aus Unwissenheit, manchmal, weil es die billigte Lösung war. Für alle das Abwasser etwa, das all die hier nun lebenden Menschen produzierten, baute man damals nicht etwa einen großen Abwasserkanal, um das dreckige Wasser abzuleiten und zu Klärwerken zu schicken. Vielmehr suchte man sich einfach einen passenden Fluss, nämlich die Emscher aus, den man zum Dreckfluss umfunktionierte, kanalisierte und so alles tierische Leben darin und beidseits des Flusses abtötete. Erst viel später erkannte man, dass das eine große Umweltsünde war und begann vor knapp 30 Jahren damit, die Emscher wieder zu einem sauberen Fluss zu machen. Dafür mussten und müssen seitdem für viele Milliarden Euro nun doch spezielle Abwasserkanäle gebaut werden, in die man das Abwasser leitet. Und anschließend kann man den Fluss Stück für Stück wieder zu dem umbauen, was er einmal war: Ein Fluss mit sauberem Quellwasser, in dem und an dem ganz viele Tiere und Pflanzen leben. In wenigen Jahren will man mit diesem Vorhaben fertig sein, bis dahin muss aber noch kräftig gebaut werden und kräftig Geld ausgegeben werden.

Allein 37 Millionen Euro werden jetzt dafür ausgegeben, um in Castrop-Rauxel einen 3450 Meter langen neuen Abwasserkanal am Landwehrbach zu bauen, der das Dreckwasser vieler Häuser aufnimmt und zu einem noch viel größeren Abwasserkanal an der Emscher leitet. Der gesamte Emscherumbau soll über 5 Milliarden Euro kosten, das sind 5000 Millionen Euro!

Thomas Schroeter

Anzeige
Lesen Sie jetzt