Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Viel Schotter für Schrott

WITTEN/SCHWELM "Unser Schrott, der macht mir im Moment richtig Freude", blickt Elisabeth Henne liebevoll auf "ihren" Metallcontainer auf der Umladeanlage Bebbelsdorf.

von Von Susanne Linka

, 04.08.2008
Viel Schotter für Schrott

Elisabeth Henne zeigt, was alles in den Metall-Container an der Umladestation Bebbelsdorf gehört.

130 Euro pro Tonne kassiert die Kreisverwaltung, in deren Abteilung für Abfallwirtschaft sie seit vielen Jahren unermüdlich tätig ist. Zum Vergleich: Beim Altpapier sind es derzeit "nur" 80 Euro Verkaufserlös.

Den guten Pauschal-Kurs fürs Metall hat der Kreis für zwei Jahre fest vereinbart: "Es sind unterschiedlich wertvolle Metalle enthalten", erklärt Elisabeth Henne. Etwa 30 000 Euro Erlös - "ein Zubrot" - zieht die Kreisverwaltung derzeit jährlich aus den Metall-Containern in den Städten.

An einen Ausbau der Sammel-Aktivitäten denkt Henne dennoch nicht: "Der Markt ist zu wackelig." Der gute Kurs fürs Metall geht auf den hohen Stahlpreis zurück, der wiederum auf die starke Nachfrage der Chinesen. Doch die Abfallexpertin kann sich noch gut an Zeiten erinnern, in denen Schrott so gut wie nichts wert war: "Und doch haben da die Klüngelskerle weiter zuverlässig ihren Job gemacht", lässt die vermeintliche Konkurrentin auf deren Zunft nichts kommen: "Sie trennen den Müll sorgfältig, und was sie nicht gebrauchen können, das wird vorschriftsmäßig entsorgt." "Was sie nicht brauchen, landet im Wald" Ganz anders sei das mit den Schrottsammlern, die ihre Aktionen mit Flugblättern in den Haushalten ankündigen. Wenn sie mit ihren Wagen vorfahren, nehmen sie zwar alles mit, aber: "Was sie nicht brauchen können, das landet irgendwo im Wald. Wir müssen es dann einsammeln und entsorgen." Oft sind das schadstoffhaltige Geräte wie alte Kühlschränke oder Bildschirme. Die Zeche zahlt der Bürger - über die erhöhten Gebühren. In der Regel hätten diese schwarzen Schafe kein Gewerbe angemeldet, hätten keine Transportgenehmigung und seien oft mit Autos unterwegs, die man nur als "abenteuerlich" bezeichnen könne, erzählt Elisabeth Henne empört.

Wichtig sei, dass die Bürger wissen: "Denen sollte man nichts geben." Gute Adressen seien nur der klassische "Klüngelskerl mit der Fleute" oder aber die kostenlose Entsorgung in den Container auf der Umladeanlage Bebbelsdorf.