Viele Familien gärtnern gemeinsam

02.08.2018, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Daniel Edelmeier hat eine Parzelle direkt am Stadion. Klemp

Daniel Edelmeier hat eine Parzelle direkt am Stadion. Klemp

Immer mehr junge Familien haben einen Schrebergarten, in dem sie eigenes Obst, Gemüse, Kräuter und Blumen anbauen. Das ist etwas Neues, denn viele junge Leute fanden Kleingärten noch bis vor wenigen Jahren spießig und altmodisch. Sie dachten, jedes Beet müsse ganz ordentlich aussehen und kein Grashalm dürfe zu lang sein.

Das ist aber längst nicht mehr so. Viele Eltern pachten einen Kleingarten, weil ihnen das gemeinsame Gärtnern mit der ganzen Familie Spaß macht. Kinder haben Platz zum Spielen. Außerdem lernen Kinder dabei schon früh, wie Obst und Gemüse wachsen. Und, dass man bei der Gartenarbeit viel Geduld haben und die Pflanzen sorgfältig pflegen muss. Wenn man Pflanzen selbst anbaut, kann man außerdem sicher sein, dass sie nicht mit giftigen Chemikalien behandelt werden. Ein Garten macht viel Arbeit. Deswegen ist jedes Essen, das man mit dem selbst geerntetem Gemüse kocht und jede Beere, die man vom eigenen Strauch pflückt, etwas ganz Besonderes. Viele Kleingärtner finden außerdem, dass ihre eigenen Pflanzen viel besser schmecken als die gekauften.

Schrebergärten werden also wieder beliebter. Das heißt aber auch, dass man oft erst einmal mehrere Monate lang auf einer Warteliste steht, bevor man ein Grundstück in einer Kleingartenanlage bekommt. Solche Grundstücke nennt man auch Parzellen.

In einer Kleingartenanlage gibt es auch oft Spielplätze, auf denen sich Kinder austoben können. Die meisten Kleingartenvereine veranstalten ein Mal im Jahr ein großes Sommerfest und organisieren Gemeinschaftsaktionen für Familien.