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Viele Knochen bei Bauarbeiten an Mindener Kirche entdeckt

Minden. Bei Bauarbeiten rund um die St. Martini-Kirche im ostwestfälischen Minden haben Handwerker überraschend viele Gebeine gefunden. „Wir haben insgesamt 22 prall gefüllte Umzugskartons mit Knochen“, sagte Pfarrer Christoph Ruffer am Mittwoch. Zuerst hatte das Mindener Tagblatt berichtet (Mittwochsausgabe).

Der Grund für die Funde ist laut Ruffer, dass auf dem Martinikirchhof bis 1808 der Friedhof von Minden gewesen ist. Danach wurde der Friedhof vor die damalige Stadtgrenze verlegt. Um die Kirche herum müssten unter der Erde daher laut Ruffer noch Tausende Knochen liegen.

Mit einigen Knochenfunden habe man zwar gerechnet, nicht aber mit dieser großen Menge. Die Bauarbeiten waren nötig geworden, weil Rohre neu verlegt werden mussten - auch wurde ein Bereich neu gepflastert.

Ruffer schätzt, dass die Knochen aus der Zeit zwischen 1500 bis 1800 stammen und die Überreste von insgesamt circa 60 Mindenern sind. Ein ganzes Skelett habe man nicht gefunden. Die nun gefundenen Knochen sollen in einem pietätvollen Rahmen auf dem Alten Friedhof beigesetzt werden.

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