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Viele Trittbrettfahrer nach Amokalarm von Köln

DÜSSELDORF Nach dem Amokalarm von Köln hat es in Nordrhein-Westfalen eine große Zahl von Drohungen gegen Schulen gegeben. In den vergangenen knapp zwei Wochen habe die Polizei 65 Amokhinweise erhalten, berichtete das Innenministerium. Davon seien 15 als ernstzunehmende Fälle eingestuft worden.

Viele Trittbrettfahrer nach Amokalarm von Köln

Das Georg-Büchner-Gymnasium in Köln.

Auch der Amoklauf von Emsdetten vor einem Jahr habe „eine unglaubliche Zahl von Trittbrettfahrern“ zur Folge gehabt, sagte Innenminister Ingo Wolf (FDP) in einer gemeinsamen Sitzung von Innenausschuss und Schulausschuss des Landtags. Für die Polizei sei es „ein ganz schwieriges Geschäft“ die Gefahr richtig zu bewerte. Von den landesweit rund 400 Amok-Hinweisen seit Emsdetten seien knapp 90 als ernst bewertet worden.

Wolf verteidigt Informationspolitik

Innenminister Ingo Wolf (FDP) hat die Informationspolitik der Polizei im Kölner Amokfall verteidigt. „Ich war zu jedem Zeitpunkt über das Vorgehen der Beamten informiert“, sagte Wolf in einer gemeinsamen Sitzung des Schul- und Innenausschusses des Düsseldorfer Landtags. Er bestätigte auch einen Bericht der „Frankfurter Rundschau“, wonach das Ministerium ein Vorziehen einer Polizei-Pressekonferenz am 18. November unterstützt habe. Dabei hatten die Beamten die Verhinderung eines angeblichen Amoklaufs verkündet. „Es ging uns nicht um eine Werbeshow für die Polizei“, sagte Wolf. Angesichts des bevorstehenden Jahrestags des Amoklaufs von Emsdetten am 20. November habe man die Öffentlichkeit und vor allem die Schüler und Eltern des betroffenen Gymnasiums in Köln frühzeitig informieren wollen.

Gemeinsamer Bericht von Schul- und Innenministerium

Zum Suizid des 17-jährigen Schülers sagte der Minister: „Wir sind davon alle tief betroffen. Aber dennoch hat sich die Polizei richtig verhalten.“ Gemeinsam mit Schulministerin Barbara Sommer (CDU) legte Wolf einen Bericht vor, der weitgehend mit der Darstellung der Staatsanwaltschaft Köln vom Montag übereinstimmt. Die Staatsanwaltschaft Köln hatte am Montag die Ermittlungen nach dem Suizid des 17-jährigen Oberstufenschülers eingestellt. Der Jugendliche, der gemeinsam mit einem 18 Jahre alten Mitschüler zumindest zwischenzeitlich einen Amoklauf an der Schule geplant haben soll, war am 16. November kurz vor seinem Suizid von zwei Lehrern und zwei Polizeibeamten in der Schule zur Rede gestellt worden, weil er Bilder des Schulmassakers im US-amerikanischen Littleton aus dem Jahr 1999 ins Internet gestellt hatte.

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