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Viele Wechsel in den Rathäusern - Schramma tritt erneut an

DÜSSELDORF In sieben nordrhein-westfälischen Großstädten werden die amtierenden Oberbürgermeister bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr nicht mehr antreten. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Seine erneute Kandidatur gab am Montag hingegen der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) bekannt.

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Tritt nicht mehr an: Fritz Schramma (CDU)

Kandidiert 2009 nicht mehr für eine dritte Amtszeit: Münsters Oberbürgermeister Berthold Tillmann.

Eine neue Stadtspitze erhält zudem Düsseldorf. In der Landeshauptstadt wird am kommenden Sonntag eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für den im Mai gestorbenen Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) gewählt. Damit wird es in mindestens jeder dritten der 23 kreisfreien Städte des Landes einen neuen Oberbürgermeister geben. Zu den „Stadtchefs“, die sich zurückziehen, gehört die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann. Die SPD-Politikerin will mit ihrem Schritt den Weg für den politischen Generationenwechsel frei machen. Dieckmann war 1994 erstmals in der ehemaligen CDU-Hochburg Bonn gewählt worden. Noch länger im Amt ist der Aachener Oberbürgermeister Jürgen Linden (SPD), der nach fast 20 Jahren nicht wieder antritt, um mehr Zeit für die Familie zu haben.

Auch in Essen werden die Karten neu gemischt. Nach zwei Wahlerfolgen in der traditionellen SPD-Hochburg räumt der CDU- Politiker Wolfgang Reiniger den Chefsessel im Rathaus. In Münster steigt Oberbürgermeister Berthold Tillmann (CDU) ebenfalls nach zehn Jahren aus. In Hagen hatte Amtsinhaber Peter Demnitz (SPD) zur großen Überraschung seiner Parteifreunde seinen Rückzug nach nur einer Wahlperiode angekündigt.Auch der Bottroper Stadtchef Peter Noetzel (SPD) und sein Bielefelder Amtskollege Eberhard David (CDU) treten nicht wieder an. David wird am nächsten Wahltag 68 Jahre alt sein, ein Hinderungsgrund für eine erneute Kandidatur wäre das nicht. Der Landtag hatte im vergangenen Jahr die bisherige Altersgrenze für Oberbürgermeister von 68 Jahren aufgehoben.

Für die Oberbürgermeister-Wahlen gelten neue Rahmenbedingungen. Die Amtszeit wurde auf sechs Jahre verlängert und die Stichwahl abgeschafft. Stadtchef wird, wer die meisten Stimmen erhält, auch wenn das nicht die absolute Mehrheit ist. Diese Änderungen hat die Parteien über Wahlabsprachen nachdenken lassen. In Düsseldorf haben FDP und Grüne auf eigene Kandidaten verzichtet. Die Liberalen unterstützen CDU-Bewerber Dirk Elbers, die Grünen SPD-Kandidatin Karin Kortmann. In Köln fordert SPD-Mitglied Jürgen Roters als gemeinsamer Kandidat von Sozialdemokraten und Grünen Amtsinhaber Fritz Schramma (CDU) heraus. Die Grünen pochen aber auf Kompensation für ihre Unterstützung der SPD-Bewerber in den beiden rheinischen Metropolen. „Wir setzen auf eine Kooperation auf Augenhöhe und werden deshalb in weiteren Gesprächen in den Städten aktiv auch für Grüne Kandidatinnen und Kandidaten werben“, sagte Grünen-Landesvorsitzender Arndt Klocke.

Sollte die SPD nicht dazu bereit sein, „werden wir Grüne in anderen Großstädten eigenständig antreten und um die Spitzenposition in den Rathäusern kämpfen“. Die Grünen rechnen sich vor allem in Münster Chancen aus, den ersten grünen Oberbürgermeister in einer nordrhein-westfälischen Großstadt stellen zu können.

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