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Vogelsiedlung feiert 100-jähriges Bestehen

Nachbarschaftsfest

Eines der traditionsreichsten Nachbarschaftsfeste Dortmunds fand am Wochenende in Oestrich statt: das Straßenfest der Vogelsiedlung. Zum 100-jährigen Bestehen der Siedlung bot die Feier auch Gelegenheit für einen Rückblick.

OESTRICH

28.06.2012

Während die Kinder sich wieder uneingeschränkt austoben konnten, pflegten die Älteren bei Leckereien und Getränken die Überlieferungen aus der Anfangszeit ihrer Siedlung: In den Jahren von 1912 bis 1918 entstand der wesentliche Teil der Siedlung, bestehend aus 163 Wohneinheiten in 92 Häusern. Sehr modern damals: Die Wohnungen der Mehrfamilien-Häuser hatten eigene Eingänge. Die ersten Bewohner gehörten überwiegend der Belegschaft der Zechen Gustav und Hansemann an.  In den Jahren von 1930 bis 1938 entstanden die jüngeren Gebäude der Siedlung, die Ende 2001 renoviert wurden. Heute zählen insgesamt zwischen 250 und 260 Wohnungen zur Vogelsiedlung.

 In der Vogelsiedlung wohnt heute niemand mehr, der jemals auf der Zeche Gustav oder Hansemann beschäftigt war. Die Zeche Hansemann stellte ihren Betrieb Ende der 60er Jahre ein und die Zeche Gustav sogar schon in den 50er Jahren.  Die Vogelsiedler organisierten ihre Nachbarschaft 1999 mit der Gründung eines Mieterbeirates völlig neu. Damals fand das erste Straßenfest statt und alle Beteiligten genossen das neue „Wir-Gefühl“. Die Gespräche, Aktionen und Initiativen des Mieterbeirates lösten eine „Wiederbelebung“ der in den Hintergrund getretenen Nachbarschaften aus.

 Möglich werden die aufwändigen Straßenfeste durch eine finanzielle Förderung der Deutschen Annington, die Teil einer Regelung zwischen Stadt Dortmund, Bewohnergemeinschaft und dem damaligen Eigentümer, der Viterra AG ist.

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