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Vom Schwein zur Grillwurst

19.06.2018
Vom Schwein zur Grillwurst

1200 Schweine hat Jan Kremerskothen in den Ställen. Sie werden geschlachtet, wenn sie sich genug angefuttert haben. foto Müller © Iris Müller

Castrop-Rauxel. In vielen Gärten kommen in den Sommermonaten, und besonders jetzt zur Fußball-WM-Zeit, Schnitzel, Steaks und jede Menge Würstchen auf den Grillrost. Redakteurin Iris Müller hat sich angeschaut, wie der Weg vom Schwein bis hin zur Grillwurst verläuft.

Dazu hat sie Jan Kremerskothen besucht. Er ist Landwirt, Schweinemäster und studierter Agrarwissenschaftler. Der 29-Jährige aus Schwerin hat 1200 Schweine in seinen Ställen. Er kauft sie, alle zwei Wochen 150 Ferkel, mit einem Gewicht von 30 Kilo und mästet die Schweine in rund einem halben Jahr auf 120 Kilo. Das geschieht mit einem ausgeklügelten Ernährungsplan. Um ein Kilo zuzunehmen, muss ein Schwein 2,6 Kilo futtern. Ausschließlich vegetarisch – ein Brei aus Getreidesorten und Mineralien. Das alles ist automatisiert, die Tröge werden drei Mal am Tag befüllt. Gesteuert wird vom Computer aus.

Sind die Schweine schwer genug, fährt Jan Kremerskothen sie zum Schlachthof nach Recklinghausen. Im Jahr rund 3500 Stück. Für ihn ist das ganz normal, diesen Ablauf hat er schon als Kind miterlebt. Er isst auch selbst gern Schweinefleisch. Zwei Mal im Jahr nimmt er ein Schwein vom Schlachter mit zurück für den Hausgebrauch.

Gabi Regener

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