Vom Theater zum Optiker

21.08.2018, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Raafat Daboul (l.) aus Syrien hat eine Ausbildung zum Optiker begonnen.schmitz

Raafat Daboul (l.) aus Syrien hat eine Ausbildung zum Optiker begonnen.schmitz © Reinhard Schmitz

Vor knapp drei Jahren floh Raafat Daboul vor dem Bürgerkrieg in seinem Heimatland Syrien nach Deutschland. Vor seiner Flucht, so erzählte er, nahm er anderthalb Jahre Schauspielunterricht in Damaskus. Nach seiner Flucht spielte er in verschiedenen Stücken mit, unter anderem beim Theater am Fluss in Schwerte und beim Schauspielhaus in Dortmund. Doch als er erfuhr, dass er seine Schauspielausbildung in Deutschland noch einmal von vorne absolvieren müsste, begann er nach Alternativen zum Schauspiel zu suchen. Zuerst versuchte er es mit einem Praktikum bei einem Steuerberater, dies sagte ihm allerdings nicht zu. Nach einem Praktikum beim Optiker Rienhöfer entschied er sich, eine dreijährige Ausbildung zum Optiker in dem Betrieb zu absolvieren. Bisher lernte er, wie Brillen richtig gerichtet werden und wie mit den Stoffen, aus denen die Brillenbügel hergestellt werden, umgegangen werden muss.

Ab dem 20. August beginnt für ihn trotz der Ausbildung aber auch der Schulalltag. Zumindest zweimal in der Woche, da er in der Berufsschule in Dortmund dann mit anderen Azubis theoretische Kenntnisse vermittelt bekommt. So wie jeder andere auch.

Sascha-Nikolai Paschedag