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Von Mozart bis Rocky

WITTEN Wer bisher meinte, der Theatersaal wäre ein langweiliger Schuppen für Gruftis, wurde am Freitag eines Besseren belehrt.

von Von Martin Schreckenschläger

, 14.10.2007
Von Mozart bis Rocky

Begeisterten im Saalbau (v.l.): Marion Wilmer, Jem Brent, Mark Polak und Maria Jane Hyde.

Mit Laserfächern, Spotlights und Sternenhaufen, die den ganzen Saal durchstreiften, einem mitreißenden Programm neuer und aktuell gebliebener Musical-Hits, brachten Heinz-Peter Wölke und seine kleine Truppe den Saal zum Kochen.

Rockige Gassenhauer wie ‚Pinball Wizzard' aus ‚Tommy', Falcos später in ein Musical integriertes ‚Rock me, Amadeus' oder ‚We will rock you' der Gruppe ‚Queen' fetzten richtig ab.

Dafür sorgten neben Wölkes Rainbow-Band internationale Solisten des Genres. Selbst der King of Rock'n Roll hatte seinen eigenen Show-Block: Mark Polak aus Cleveland, Ohio, ließ sich nach dem ‚Jailhouse Rock' und akrobatischen Verrenkungen mit Klatschmarsch feiern.

‚Saturday Night Fever' und ‚Dirty dancing' boten Anlass zu rasanter Tanzshow, und mit Gershwins ‚I got rhythm' servierte der britische Sänger, Tänzer und Choreograph Jem Brent eine tolle Stepp-Nummer.

‚Cabaret' und ‚Mack & Mable' warfen weitere Schlaglichter auf das frühe 20. Jahrhundert. Lyrisch anrührend dagegen glänzte Polak mit ‚Maria' aus der ‚West-Side-Story'. Maria Jane Hyde, zusammen mit Brent viele Jahre Star der Bochumer ‚Starlight-Express'-Produktion, begeisterte mit Marion Wilmer im Abba-Duett ‚Chiquitita'.

Frenetischer Beifall

In großer Garderobe berührte Wilmer mit Balladen aus ‚Elisabeth', dem ‚Phantom der Oper' oder dem eindringlichen ‚Gold von den Sternen' aus ‚Mozart'. Hyde, in den sanften, mehrstimmigen Stücken eine passable Altistin, ließ jedoch als Evita mit Webbers ‚Don't cry for me, Argentina' ihre Belt-Stimme übermäßig gepresst klingen.

Als wenig eingängig erwiesen sich die Nummern des in Europa noch gar nicht uraufgeführten Musicals ‚Tarzan' von Phil Collins. Dagegen sorgte die altbekannte ‚Rocky Horror Show' für Furore.

Und nachdem die Truppe mit Queen klar gemacht hatte: ‚We are the Champions', gab es für das Publikum beim ‚Time-warp' kein Halten mehr. Frenetischer Beifall und Pfiffe galten auch den vier Musikern, die sich mehrfach mit Soli und Gesang ins Rampenlicht begeben hatten.