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Von San Francisco bis Bangalore - Oktoberfeste weltweit

München (dpa) Rund um den Globus ist das Oktoberfest ein Schlager. Wer es nicht nach München schafft, hat vielerorts eine Alternative: Denn Wiesn-Fans in aller Welt feiern ihr eigenes Oktoberfest. Mehr als 2000 Nachahmer gibt es nach Schätzungen weltweit.

Von San Francisco bis Bangalore - Oktoberfeste weltweit

Auch an Amerikas Westküste geht es bayerisch zu. Hier findet eines der wohl insgesamt rund 2000 Oktoberfeste weltweit statt, die der bayerischen Gemütlichkeit nacheifern. Foto: Yadid Levy

Ob in Brasilien, den USA, Japan, Spanien, Russland oder auf Hawaii - überall feiern Menschen Oktoberfeste. Oder das, was sie dafür halten. Die bayerische Gemütlichkeit boomt unter Palmen in der Karibik wie im hohen Norden.

Eines der größten Oktoberfeste mit 1,5 Millionen Besuchern hat Blumenau in Brasilien. Seit 30 Jahren feiern die Menschen in der von deutschen Einwanderern gegründeten Stadt mit Blasmusik und Bier, mancher hat gar eine echte Lederhose.

Das Bierfest in San Francisco soll es schon seit 125 Jahren geben. Ein großes Oktoberfest gibt es auch in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio.

Gleich mehrere solcher Bierfeste feiern die Briten. Allein in London, wo die Maß wegen der britischen Pint-Einheit ein bisschen mehr als einen Liter hat, waren zeitweise mindestens fünf Oktoberfeste bekannt. Und auch in Deutschland gibt es mehrere Oktoberfeste, etwa in Berlin.

In Spanien haben gerade Tausende Menschen bei einem Oktoberfest in Madrid angestoßen. Doch nicht immer geht es bei diesen Festen vollkommen stilecht zu. Mal dauert so eine Wiesn nur einen Abend, mal wird im Frühjahr gefeiert, mal gleicht der Trachtenumzug eher einem Faschingstreiben.

Das Bierfest in Moskau etwa fand zumindest zeitweise im Juli statt. Angeblich wurde es auch erfunden, um die Alkoholproblematik in den Griff zu bekommen - die Russen, so das Kalkül, sollen von der «harten Droge» Wodka auf vergleichsweise mildes Bier umsteigen.

In Indien wiederum wunderten sich die Besucher beim ersten Oktoberfest vor etwa 15 Jahren in der Hightech-Metropole Bangalore vor allem über die Kleidung einer aus Bayern angereisten Blaskapelle. Die Zeitung «The Times of India» klärte ihre Leser auf: Die Kleidung der Musikanten sei nicht dreckig, sondern müsse so aussehen. «Man nennt es Lederhose und wenn es ölig ist, ist es ein Original.»

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