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Von Yoga bis Qigong: Stress abbauen und entspannen

Mainz. Ob dynamisch oder bedächtig, ob statisch oder fließend, ob stehend, liegend oder sitzend: Entspannungssport ist nicht gleich Entspannungssport. Sechs Trainingsmethoden und ihre Besonderheiten im Überblick.

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Entspannung durch vorherige Anspannung: Viele Sportarten, die sich dem Stressabbau verschrieben haben, wie die Progressive Muskelentspannung, funktionieren auf diese Weise. Foto: Andrea Warnecke

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Karin Sedlmeier ist Besitzerin einer Qigong- und Tai-Chi-Schule sowie Tai-Chi- und Qigong- Lehrerin. Foto: Andreas Eberl

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Ulrika Eiworth arbeitet als Nia-, Yoga-, Pilates- und Aerobic-Lehrerin in Mosbach. Foto: Kai Köhler

Nicht nur Fitness, sondern auch innere Ruhe und Ausgeglichenheit: Das wünschen sich viele von ihrem Sportprogramm. Kleine Auszeiten vom Alltag bieten Entspannungssportarten. Ein Überblick.

1. Yoga

Die Mutter aller Entspannungssportarten ist eigentlich viel mehr als das: eine philosophische und religiöse Lehre aus Indien, die geistige und körperliche Übungen beinhaltet. In der westlichen Gesellschaft fand vor allem das körperliche Training Verbreitung, modifizierte Variationen wie Power-Yoga konzentrieren sich auf Fitness und Ausdauer. „Es gibt heute sehr viele Yogaformen“, erklärt Ulrika Eiworth, Trainerin für Yoga, Pilates und Nia aus Mosbach. „Einige sind dynamischer, einige eher meditativ.“

2. Pilates

Pilates ist ein schonendes, ganzheitliches Körpertraining und konzentriert sich neben dem Fitness-Aspekt auch auf Atmung, Haltung und Koordination. Die Körpermitte steht im Fokus: Rumpf, Bauch, Rücken und Beckenboden. „Im Unterschied zu Yoga, wo viele Übungen statisch gehalten werden, wird hier fließend gearbeitet, unterstützt von Hilfsmitteln wie Bällen, Ringen oder Bändern“, erklärt Eiworth.

3. Qigong

„Qigong ist ein harmonischer Fluss an Bewegungen“, sagt Qigong- und Taiji-Lehrerin Karin Sedlmeier aus Wolnzach in Oberbayern. „Man hört kurz vor der stärksten Anspannung auf und geht dann in die Gegenbewegung.“ Das alles sehr langsam, aber stetig. „Qigong fördert das Immunsystem, verbessert Kraft und Kondition“, erklärt Sportwissenschaftler Yu Zhejun von der Universität Mainz. Durch die meditativen Anteile und die Atmung wirkt Qigong beruhigend. Gesundheitliche Einschränkungen gibt es kaum. Im Gegenteil: „Qigong hält die Wirbelsäule in Bewegung und ist gerade für Leute mit Rückenproblemen geeignet“, sagt Sedlmeier.

4. Taijiquan oder Tai Chi

Taijiquan - kurz Tai Chi - ist eine chinesische Kampfkunst. „Der Bewegungsfluss ist ähnlich wie bei Qigong“, sagt Sedlmeier. Während man bei Qigong aber eher stehend dieselben Übungen wiederholt, lernen die Schüler beim Tai Chi ganze Choreographien. Das trainiere Beine und Rücken sehr effektiv, sei aber anspruchsvoller zu lernen. „Tai Chi erfordert viel Koordination und Konzentration“, sagt sie. Aber es schult eben auch beides. Kursteilnehmer sollten bereit sein, das Training zu Hause fortzusetzen.

5. Nia

Nia steht für „Non-Impact Aerobics“, ist also ein gelenkschonendes Aerobic-Training. Ähnlich wie bei Yoga und Pilates stehen Stressabbau und Körperwahrnehmung im Mittelpunkt, sagt Nia-Trainerin Ulrika Eiworth. Im Vergleich zu Yoga sei Nia aber viel dynamischer. Trainiert wird zu Musik, barfuß und ohne Hilfsmittel.

6. Progressive Muskelentspannung (PME)

Anspannen und entspannen - mit dieser Technik lassen sich Muskelverspannungen lockern. „Den Körper anspannen, um in eine Entspannung zu kommen: Das folgt demselben System wie Qigong“, erläutert Sedlmeier. PME findet aber eher liegend statt, während man bei Qigong meist steht. Darum sei PME für Leute geeignet, die ihre perfekte Entspannung in der perfekten Entspannungsposition finden: im Liegen.

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