Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Von afrikanischen Problemen

BOCHUM Partys, Alkohol und Drogen bestimmen das Leben von Unomntu (Unathi Steyile). Und dieses Leben bringt die südafrikanische Theatergruppe MUKAKids zur Zeit Bochumer Schülern näher.

von von Sebastian Ritscher

, 25.08.2008
Von afrikanischen Problemen

Trotz englischer Sprache: Die MUKA Kids transportieren mit viel Mimik, Gestik und Herzblut ihren Stoff, der sich so schnell erschließt. Die Theatergruppe bleibt bis Freitag in Bochum.

Am Sonntag reisten die jugendlichen Afrikaner an und touren noch bis Freitag durch Bochum, bevor es in andere Städte geht. Auf dem Programm: Hauptsächlich das selbst erarbeitete Stück "Wrong Turn". Was sich dahinter verbirgt, davon durften sich gestern als erste Schüler der Pestalozzi-Realschule ein Bild machen.

Häusliche Gewalt

Die Probleme afrikanischer Jugendlicher sollen den Schülern näher gebracht werden und die gestalten sich manchmal anders, als es der Europäer glaubt. So ist Unomntus Mutter recht wohlhabend. Das ist aber kein Garant für Sorglosigkeit. So geht es in dem Stück auch um häusliche Gewalt und Vergewaltigung.

Trotz des schweren und auf englisch vorgetragenen Stoffes: Das Stück ist verständlich und stellenweise sogar unbeschwert, so dass das Premierenpublikum auch mal Muße für Lacher fand. Für Kurzweil sorgten auch die Tanz- und Gesangseinlagen, die von Lebensfreude zeugten.

Neben den zahlreichen Schulvorstellungen machen sich die MUKA Kids auch ein Bild von der Region und den Menschen. Schon gestern wurde gemeinsam mit den Pestalozzi-Schülern gegrillt und danach ging es in die ZOOM-Erlebniswelt. Heute steht eine Besichtigung des rewirpowerSTADION auf dem Programm. Mit dabei ist auch der VfL-Fußballer Joel Epalle, der die Bochumer Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat.

Die meisten Aufführungen sind übrigens für Schüler geplant, aber am Donnerstag findet im Bahnhof Langendreer eine öffentliche Aufführung statt. Wer dafür eine Karte ersteht, bekommt übrigens obendrein ein Autogramm von Schirmherr Epalle.

Öffentlicher Workshop

Ebenfalls öffentlich, aber bei freiem Eintritt ist der abschließende Workshop am Freitag. Dann können Schüler traditionelle Tänze kennen lernen. Dem Workshop schließt sich eine stimmiger Abschluss des Gastspiels an. Um 18.30 Uhr wird der Grill angeschmissen und in der Disko können die frisch erworbenen Tanzschritte getestet werden.