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Von wegen abstrakt - Sean Scully in Karlsruhe

Karlsruhe. Gemälde, Pastelle, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien seit den 60er Jahren des Malers und Autors sind erst in Karlsruhe zu sehen. Im Mai 2019 geht die Schau nach Münster.

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Großßformatig und bunt: Blick Ausstellung „Sean Scully. Vita Duplex“. Foto: Uli Deck

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„Arles-Nacht-Vincent“ (2015). Foto: Uli Deck

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„What Makes Us“ (2017) von Sean Scully. Foto: Uli Deck

Sean Scully (72), einem der international bedeutendsten Vertreter der Abstraktion, widmen Karlsruhe und Münster eine umfangreiche Werkschau. Von diesem Samstag an sind in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe 130 Arbeiten zu sehen.

Das Besondere: Die Gemälde, Pastelle, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien aus den 1960er Jahren bis heute werden vom Künstler kommentiert - in Skizzenbüchern, Notaten und Zitaten. Damit wird der in England aufgewachsene Ire mit US-Pass nach Angaben von Kunsthallen-Chefin Pia Müller-Tamm erstmals im deutschsprachigen Raum in seiner Doppelbegabung als Maler und Autor vorgestellt.

„Sean Scully. Vita Duplex“ ist bis zum 5. August in Karlsruhe, ab Mai nächsten Jahres - modifiziert - im LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster zu sehen. Der Titel spielt auf ein Highlight der Schau an und auf seine Doppelbegabung. Gezeigt werden etwa das neue raumgreifende „What Makes Us“, sein düsteres Meisterwerk „Durango“ (1990), melancholische „Passenger“-Bilder und farbige „Landlines“.

Scully ist Wanderer zwischen den Welten mit Ateliers in Bayern, Berlin, Barcelona und New York. Er bezieht sich auf Vorbilder wie Vincent van Gogh, Henri Matisse, Mark Rothko oder Jackson Pollock. Doch ob Gitter- oder Streifen-Bilder - seine Abstraktion ist emotional aufgeladen: „In den meisten meiner Bilder gibt es einen Kampf zwischen Hell und Dunkel. Oder zwischen Fröhlichkeit und Traurigkeit.“

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