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Vor dem Krieg geflohen

Vor dem Krieg geflohen

Midia Ibrahim (M.) mit Lehrerin Nathalie Franitza-Linek und Jalal. Auch der junge Araber flüchtete nach Deutschland. Beide Flüchtlinge sind in der Klasse von Franitza-Linek. foto Weckenbrock Foto: Tobias Weckenbrock

Castrop-Rauxel. Midia Ibrahim ist 19 Jahre alt. Die junge Frau stammt aus Syrien, einem Land aus Vorderasien. Das ist knapp 3000 Kilometer von Deutschland entfernt. 2012 musste Midia Ibrahim ihr Land und ihre Heimatstadt Aleppo verlassen.

Sie floh mit ihrer Familie vor den Bomben, die im Syrienkrieg auf ihre Stadt fielen. Zunächst lebte die junge Frau dann zwei Jahre mit ihrer engsten Familie in Istanbul in der Türkei. Im Jahr 2015 flog Midia Ibrahim mit ihrem Vater und ihrem Bruder nach Deutschland. Ein Jahr lebten die Drei gemeinsam in Stuttgart. Dann kamen Ibrahims Mutter und die übrigen Geschwister auch nach Deutschland. Seit Anfang 2017 lebt die Familie in unserer Stadt. In einer Wohnung, die eigentlich nur für zwei Personen gedacht ist. Es ist also eng, aber dafür ist die Familie in Sicherheit vor dem Krieg und wieder zusammen. Das gilt aber nicht für alle aus der Familie Ibrahims.

Denn noch immer herrscht Krieg in Syrien. Seit Anfang dieses Jahres ist auch das Nachbarland Türkei daran beteiligt. Midia Ibrahim hat darum Angst um ihre anderen Verwandten, die sich wegen der Kämpfe kaum noch aus dem Keller trauen. Helfen kann sie ihnen natürlich nicht. Sie kann nur beten und hoffen. Till Meyer

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