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Vorliebe für Action und Tochter

WITTEN Der Non-Stop-Action-Thriller „Operation: Kingdom“ startet am Donnerstag in Witten. Die weibliche Hauptrolle spielt Jennifer Garner („Alias“). RN-Mitarbeiter Christian Lukas traf sie zum Gespräch.

10.10.2007

„Alias“, „Daredevil“, „Elektra“ und nun „Operation: Kingdom“, immer wieder Actionfilme. Sie haben ein Faible fürs Genre? Garner: Ich mag es einfach, physisch herausfordernde Rollen zu spielen. Ich bin nicht auf das Action-Genre festgelegt, aber ich kann eine Vorliebe nicht abstreiten.

„Alias“ war eine international höchst erfolgreiche Action-Fernsehserie, auch wenn sie hierzulande etwas untergegangen ist. Sie sind als TV-Star bekannt geworden, gerade in den USA kommen die interessanten Formate zurzeit aus dem Fernsehen und nicht aus dem Kino. Steht eine Rückkehr ins TV-Geschäft an? Garner: Nein, aber das hat rein private Gründe. Ich habe fünf Jahre „Alias“ gemacht und während der Produktionszeiten oft sieben Tage in der Woche am Set verbracht und das zwischen 12 und 14 Stunden pro Tag. Ich bin nun seit fast zwei Jahren Mutter und ich will nicht verpassen, wie meine Tochter heranwächst. Also konzentriere ich mich aufs Kino, weil ich dadurch einfach mehr Zeit für meine Familie habe.

Operation: Kingdom“ ist ein sehr politischer, in der Kritik nicht unumstrittener Film, da er die Verhältnisse im Nahen- und Mittleren Osten in vielen Belangen sehr vereinfacht. Es gibt sicher Schauspieler, die sich an einer Geschichte, in der es um islamischen Terror und die Reaktion des Westens geht, nicht die Hände verbrennen wollen. Wie war das bei Ihnen?Garner: Ich muss zugeben, mich für Politik nur sehr marginal zu interessieren. Mein Mann (Ben Afflek, Anm. der Redaktion) ist da ganz anders. Er hat Gesellschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt auf den Nahen- und Mittleren Osten studiert und er war an der Geschichte natürlich sehr interessiert. Und wenn ich schon mit einem Experten für dieses Sujet verheiratet bin, habe ich natürlich seinen Rat eingeholt. Er sah einige Kritikpunkte im Skript, aber letztlich hielt er die Geschichte für ausgewogen, da sie aufzeigt, wie Gewalt Gegengewalt hervorruft und wie letztlich Extremisten auf allen Seiten die Konflikte weiter schüren, trotz einiger Vereinfachungen in der Filmhandlung. Und in diesem Punkt habe ich ihm vertraut.