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Roaming von Rhodos bis Rio

Vorsicht beim Telefonieren und Surfen im Urlaub

BERLIN Die Kosten für Handygespräche in EU-Ländern sinken von Jahr zu Jahr. Ab Juli gilt dort sogar eine Preisobergrenze fürs mobile Surfen. Doch in anderen Ländern kann sorgloses Telefonieren und Surfen nach wie vor mit einer bösen Überraschung enden.

Vorsicht beim Telefonieren und Surfen im Urlaub

Telefonieren unter Palmen: Reisende vergessen schnell, dass im Urlaubsland andere Preise gelten - und zahlen teures Lehrgeld.

Die Mobilfunkrechnung holt manchen Urlauber unsanft auf den Boden des Alltags zurück. Unterm Strich steht eine Summe, die das Urlaubsbudget nachträglich sprengt. So können Reisende telefonieren und surfen, ohne sich zu ruinieren:

Minutenpreise prüfen und SMS schreiben: Zwei bis drei Euro die Minute fürs Telefonieren und auch fürs Annehmen von Anrufen sind in Nicht-EU-Ländern keine Seltenheit. Ein Blick in die Preisliste vor dem Urlaub ist Pflicht. «Man darf auf keinen Fall losfahren, sein Handy nutzen und sich wundern, dass es teuer wird», warnt Rafaela Möhl vom Telekommunikationsportal «Teltarif.de». Für eine kurze Mitteilung in die Heimat ist die SMS fast immer am günstigsten.

Sich in EU-Länder zurückrufen lassen: Für Handygespräche in EU-Ländern gibt es Preisobergrenzen. Telefonieren im EU-Tarif kostet ab Juli maximal rund 35 Cent pro Minute (bis Ende Juni: rund 42 Cent). Wer im EU-Ausland angerufen wird, zahlt maximal rund 10 Cent (statt 13 Cent) bei sekundengenauer Abrechnung. Bei abgehenden Telefonaten muss dagegen erst nach einer halben Minute sekundengenau abgerechnet werden. Eine SMS darf nur noch knapp 11 Cent kosten (13 Cent). Besonders günstig ist es also, sich an- oder zurückrufen zu lassen.

Sprachtarif checken: Neben dem EU-Tarif dürfen Provider auch alternative Tarife anbieten, mit denen sie nicht an die Preisobergrenzen gebunden sind. Vor der Reise sollte man beim Provider den eingestellten Tarif abfragen, rät Möhl. Alternative Tarife seien in vielen Fällen teurer als der EU-Tarif, den jeder Anbieter anders nennt. Weil eine Verbindungsgebühr verlangt wird, rechneten sich alternative Tarife meist nur dann, wenn überwiegend längere Gespräche über sieben Minuten geführt werden, rechnet die Expertin vor. Reisende müssten prüfen, welcher Roaming-Tarif günstiger für sie ist. «Es kommt sehr auf das Land an, wohin ich fahre.» Der Anbieter muss den Tarif jederzeit kostenlos ändern.

Mailbox deaktivieren: Hohe, doppelte Roaming-Kosten durch Anrufe, die angenommen und zurück nach Deutschland auf die Mailbox geleitet werden, gehören in EU-Ländern der Vergangenheit an. «Außerhalb der EU kann mir das aber noch passieren», warnt Möhl.

Kosten für mobiles Internet checken: Ab Juli dürfen für ein übertragenes Megabyte (MB) in EU-Ländern höchstens noch rund 83 Cent abgerechnet werden. Bis dahin können noch mehrere Euro pro MB zusammenkommen, wie es auch außerhalb der EU der Fall ist. Auch hier muss man die Provider-Preisliste studieren. Allerdings greift ein Schutzmechanismus, wenn knapp 60 Euro Kosten aufgelaufen sind: Dann wird die Verbindung gekappt. Kurz vorher gibt es eine Warn-SMS. Will der Kunde weitersurfen, muss er seinen Anbieter kontaktieren und die Sperre aufheben lassen. Ab Juli greift der Mechanismus auch weltweit. Manche Provider bieten auch Datenoptionen fürs Ausland an. Die sind als Tagespakete mit 10 bis 100 MB für zwei bis zehn Euro zu haben oder als Wochenpaket mit 50 MB bis hin zur Quasi-Flatrate für 5 bis 15 Euro.

Daten-Roaming deaktivieren: Im Ausland sollte das Daten-Roaming in den Einstellungen abgeschaltet werden, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Man aktiviert die Datenverbindung besser nur dann, wenn man sie wirklich braucht. Sonst besteht die Gefahr, dass Apps laufend ins Netz gehen und Daten übertragen.

Daten sparen: Bei einem akzeptablen MB-Preis oder gebuchten Datenpaket kann man im Ausland auch ohne Anhänge mailen. Beim Surfen sind dagegen schon Startseiten leicht mehrere MB groß. Schlanke, für Handys optimierte Seiten beginnen mit mobile oder m in der Adresse.

Surfen per WLAN: Findet sich im Hotel, in der Ferienwohnung oder woanders am Urlaubsort ein kostenloser WLAN-Hotspot, ist das die günstigste Möglichkeit, um mit dem Smartphone online zu gehen. Mit einer Messenger- oder VoIP-App ist auch Internet-Telefonie nutzbar.

Ausländische Prepaidkarte: Wer oft in einem bestimmten Land unterwegs ist, kann über den Kauf einer lokalen Prepaid-Karte mit Datenoption nachdenken. Damit kann er günstig surfen und Anschlüsse im Reiseland erreichen.

Smartphone zu Hause lassen: Wer beim Daten-Roaming überhaupt kein Risiko eingehen will, lässt sein Smartphone zu Hause, rät die Verbraucherzentrale. Vielleicht darf dann das gute alte Einfachhandy mit auf Reisen, oder man geht zum Lesen von Mails und Surfen in ein Internetcafé.

Bei einigen Prepaid-Karten ist Roaming nicht freigeschaltet. Gewissheit bringt eine Anfrage beim Anbieter, rät der IT-Branchenverband Bitkom. Der weiß auch, ob es im Reiseland ein günstigeres Partnernetz gibt, das man manuell einstellen kann, und ob das eigene Handy im Reiseland funktioniert. Beim Telefonieren aus dem Ausland nach Deutschland darf die vorangestellte +49 nicht fehlen, die 0 der Vorwahl wird weggelassen - sonst gibt es keine Verbindung.

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