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Vorsicht vor dem Fernseher

BAROP Dr. Klaus Wielert referierte Logopäde im evangelischen Kindergarten in Barop über "Fernseher im Kinderzimmer". Seine Praxis in Wellinghofen betreibt der 65-Jährige seit über 30 Jahren - und er hat klare Worte für die Eltern parat. Der Experte warnt vor ständigem TV-Konsum.

von Von Birgit Mader

, 26.10.2007
Vorsicht vor dem Fernseher

Dr. Klaus Wielert warnt vor unkontrolliertem TV-Konsum.

Ich sehe es wie Maria Montessori: Dass Liebe und Vorbild alles sind, was man für Erziehung braucht. Man sollte persönliche Zeit in sein Kind investieren. Bis zum Schulbeginn ist vieles zu erarbeiten!

Mangelnde Zeit ist in vielen Familien ein Problem. Wielert: Eltern müssen Prioritäten setzen. Das Gleichmaß von An- und Entspannung im kindlichen Tagesablauf ist ganz wichtig.

Sollten Kinder fernsehen dürfen oder nicht? Wielert: Wenn man das Medium Fernsehen nicht äußerst gezielt einsetzt, raubt es nur Zeit. Eltern sollten möglichst mit ihren Kindern altersgerechte Sendungen gucken. Es geht jedoch nichts über das gemeinsame Lesen von Büchern. Denn Fernsehen überfordert das Wahrnehmungsvermögen von Kindern, es findet kein Austausch über Inhalte statt. Bücher erarbeitet man mit dem Kind, es lernt, sprachlich zu reflektieren. Defizite, die in der Vorschulzeit aufgebaut werden, können später große Probleme beim Verfolgen des Lehrstoffes verursachen.

Sehen Kinder heute mehr fern als früher? Wielert: Mitunter schlackere ich mit den Ohren, wenn ich höre, wie lange und was Kinder gesehen haben. Und das ist generationsübergreifend: Wer keinen Zugang zu Büchern und damit zu Sprache hat, gibt diesen auch nicht an seine Kinder weiter. Manche meiner Patienten kennen kein Bilderbuch.

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