Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Voss-Tecklenburg wird Bundestrainerin - „Spannende Aufgabe“

Frankfurt. Martina Voss-Tecklenburg wird als Nachfolgerin von Interims-Trainer Horst Hrubesch künftig die Frauenfußball-Nationalmannschaft betreuen. Bis Herbst trainiert sie noch die Frauen-Nationalmannschaft der Schweiz - und bringt eine gute Bilanz aus der WM-Quali mit zum DFB.

Voss-Tecklenburg wird Bundestrainerin - „Spannende Aufgabe“

Übernimmt die deutschen Fußball-Frauen: Martina Voss-Tecklenburg. Foto: Carmen Jaspersen

Der DFB hat eine seiner wichtigsten Personalfragen geklärt: Martina Voss-Tecklenburg wird neue Trainerin der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft.

Die 50-Jährige erhält einen Vertrag bis einschließlich zur EM 2021 und wird beim Deutschen Fußball-Bund Nachfolgerin von Steffi Jones und Interimslösung Horst Hrubesch. Zuerst hatte das Fachmagazin „Kicker“ über die Personalie berichtet.

„Martina Voss-Tecklenburg ist eine erfahrene und hoch angesehene Trainerin. Ich bin der festen Überzeugung, dass sie mit ihrer Expertise und Persönlichkeit die Richtige ist, um unsere Frauen-Nationalmannschaft gemeinsam mit Britta Carlson weiter zu entwickeln und erfolgreich zu führen“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel am Donnerstag.

Voss-Tecklenburg betonte, ihr neues Amt sei eine „spannende Aufgabe. Gerade die Umstrukturierung des DFB und die Verzahnung mit dem Männerfußball bieten riesige Chancen, um Synergien zu nutzen und innovative Wege zu gehen.“ Es sei „eine große Ehre, aber auch Verantwortung und gleichzeitig Verpflichtung, das Amt der Cheftrainerin beim zweimaligen Welt- und achtmaligen Europameister zu übernehmen“.

Voss-Tecklenburg betreut derzeit noch die Nationalmannschaft der Schweiz und spielt mit dem Team eine überragende WM-Qualifikation. Die Schweizer haben nach fünf Siegen aus fünf Spielen beste Chancen auf den Gruppensieg und damit die direkte Qualifikation für das Turnier im Sommer 2019.

Die Qualifikation wird die 50-Jährige mit ihrem aktuellen Team auch noch zu Ende führen, ehe sie spätestens im November zum DFB wechselt. Hrubesch wird die deutsche Mannschaft deshalb länger als geplant trainieren. Mit ihm gewann die Nationalmannschaft die Qualifikationsspiele gegen Tschechien und Slowenien. Nach fünf Siegen aus sechs Spielen führt Deutschland die Gruppe fünf mit 15 Punkten vor Island (13 Punkte/5 Spiele) an.

Die neue Bundestrainerin spielte aktiv beim KBC Duisburg, dem TSV Siegen und dem FCR 2001 Duisburg. Für die Nationalmannschaft lief sie 125 Mal auf, erzielte 27 Tore und wurde viermal Europameisterin. Seit 2008 arbeitet Voss-Tecklenburg als Trainerin.

Voss-Tecklenburgs Assistentin wird die 31-fache Nationalspielerin Britta Carlson, die seit 2012 im Trainerstab des Bundesligisten VfL Wolfsburg arbeitet. Sie wird schon zum Länderspiel gegen Kanada am 10. Juni das Team um Hrubesch ergänzen.

Von der Lösung ist auch Oliver Bierhoff, Direktor der Nationalmannschaften und in dieser Funktion für die generelle Fußballentwicklung verantwortlich, überzeugt: „Martina Voss-Tecklenburg entspricht exakt unserem Anforderungsprofil für diese Position“, sagte er.

Sie habe in den vergangenen Jahren als Schweizer Nationaltrainerin Strukturen professionalisiert, konzeptionell innovativ gearbeitet und ihre Mannschaft auf allen Ebenen weiterentwickelt. „Wir sind überzeugt davon, dass sie mit ihrer Erfahrung und frischen Ideen auch die von uns angestrebten neuen Wege gehen wird, um den Frauenfußball strategisch weiter zu entwickeln.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Frauenfußball

Hrubesch verzichtet gegen Kanada auf Wolfsburgerinnen

Düsseldorf. Bundestrainer Horst Hrubesch gönnt einigen Fußball-Nationalspielerinnen vom VfL Wolfsburg für das Länderspiel am 10. Juni in Hamilton gegen Kanada eine Pause.mehr...

Frauenfußball

Bundesligist Freiburg verpflichtet Lena Lotzen vom FC Bayern

Freiburg. Fußball-Nationalspielerin Lena Lotzen stürmt von der kommenden Saison an für den SC Freiburg. Die 24-jährige Angreiferin kommt vom FC Bayern München, teilte der Frauen-Bundesligist aus dem Breisgau mit.mehr...

Frauenfußball

Nach Final-K.o.: VfL-Wolfsburg-Frauen denken an Revanche

Kiew. Immer wieder Lyon. Nach einer Dummheit von Alexandra Popp ziehen Wolfsburgs Fußballerinnen auch in diesem Jahr gegen Frankreichs Übermannschaft den Kürzeren. Nächstes Jahr soll die Revanche gelingen. Der dritte Champions-League-Titel bleibt das große Ziel.mehr...

Frauenfußball

Pleite gegen Lyon: Wolfsburg verpasst zweites Triple

Kiew. Der zweite Kraftakt innerhalb von fünf Tagen war für den VfL Wolfsburg zuviel. Die Grün-Weißen verpassten im Champions-League-Finale gegen Titelverteidiger Lyon das zweite Triple der Clubgeschichte. Jubeln durfte dagegen Dzsenifer Marozsan.mehr...

Frauenfußball

Wolfsburg hofft auf zweites Triple nach 2013

Kiew. Im Finale der Champions League der Fußballerinnen treffen die beiden besten Mannschaften Europas aufeinander. Wolfsburg ist in der Bundesliga ähnlich dominant wie Lyon in Frankreich. Beide Teams könnten die Saison mit dem Triple abschließen.mehr...

Frauenfußball

Wolfsburgs Fußball-Frauen wollen das Triple

Kiew. Zwei Titel haben Wolfsburgs Fußball-Frauen schon, doch zufrieden sind sie damit noch nicht. Denn das wichtigste Spiel der Saison steht dem deutschen Meister in Kiew noch bevor. Gegen Frankreichs Übermannschaft Lyon soll der große Coup gelingen.mehr...