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Bis heute aktiv geblieben

Engagement der KAB

VREDEN Sie ist aus dem öffentlichen Leben in Vreden praktisch nicht wegzudenken: Die KAB engagiert sich in unterschiedlichster Weise – und davon profitieren die Menschen vor Ort genauso wie Bedürftige etwa im weißrussischen Mogilev oder Straßenkinder in Brasilien.

von Von Thorsten Ohm

, 20.08.2010
Bis heute aktiv geblieben

Altpapiersammlungen kommender Arbeit von Pater Beda für Straßenkindern in Brasilien zugute.

In unserem heutigen Teil der Serie blättern wir weiter in der umfangreichen Chronik, die zum 100-jährigen Bestehen von KAB, KFD und Kolpingsfamilie in Vreden erschienen ist. Die Festbücher sind für zehn Euro erhältlich bei Christa Thesing (KAB), Tel. 40 83, Gertrud Stroetmann (KFD), Tel. 17 03, und Johannes Schemming (Kolping), Tel. 3 12 88. Facettenreich wird dort auf vielen Seiten das Wirken der KAB und ihrer Gruppierungen geschildert. Nicht zuletzt gilt das Augenmerk der Chronisten dem Zeitraum von 1984 bis heute. Etwa bei der CAJ, an die noch viele Erinnerungen vorhanden sind: an gemeinsame Wochenenden in Ascheberg, Burlo, Haselünne oder Ladbergen, an die Hilfe bei Lumpensammlungen in Bocholt und Gronau und die folgenden Dankeschönfeten, an die Beschäftigung mit politischen Fragen wie der Jugendarbeitslosigkeit, an Landschaftssäuberungen oder Aktionsspiele. Die CAJ wurde im Jahr 1998 aufgelöst.

Deutlich wird in der Chronik auch, dass die Familienkreise einen wichtigen Schwerpunkt innerhalb der KAB darstellen. Je nach Alter und Familienstand bieten sie eigene Programme. Sie griffen in den vergangenen Jahren auch viele gesellschaftliche Themen wie Kindererziehung, Schulprobleme, Rente für Mutter oder Besuchsdienst im Antoniusheim auf. Der jüngste Familienkreis wurde im Jahr 2005 gegründet. Bereits seit 50 Jahren besteht die Alten- und Rentnergemeinschaft (ARG). „Sie ist offen für Fragen und Probleme, übernimmt Aufgaben und Verantwortung in religiösen, sozialen und gesellschaftlichen Bereichen“, heißt es dazu in der Chronik. Der Dienst mit Älteren für Ältere – eine soziale Aufgabe, der sich die ARG verpflichtet sieht. In ihrem Programm finden sich religiöse Veranstaltungen ebenso wie der Besuchsdienst, um der Vereinsamung älterer Mitmenschen entgegen zu wirken. Aber auch die Gesundheit und die Erhaltung der Fitness sind ein Anliegen. Nicht zuletzt trägt das Engagement vieler Ehrenamtlicher etwa das Angebot der Altentagesstätte im Kettelerhaus am Domhof.

Dass der Sport ein ganz eigenes Kapitel der KAB-Geschichte geprägt hat, lässt sich an der Historie der DJK-KAB St. Georg ablesen. Er wurde im Jahr 1974 gegründet – der Boom der Weltmeisterschaft im eigenen Land gab einen Anstoß dazu. Eine eigene Betrachtung erfährt in der Chronik die KAB St. Marien. Sie ist aus der Abpfarrung Anfang der sechziger Jahre entstanden: „Neben den Aufgaben in Kirche und Arbeitswelt hat die KAB St. Marien seit ihrer Gründung auch als Solidargemeinschaft immer der sozial Schwachen gedacht.“ So erinnert die Chronik an die Aktion „Ein Paket für Polen“ in den jahren von 1981 bis 1993, verweist auf das Engagement der KAB-Frauen, auf die Pater-Beda-Aktion und auf „Tschernobyl-Kinder in Not“, wodurch viele Erholungsaufenthalte für Kinder aus Mogilev möglich wurden und insgesamt 650 Tonnen Material zur Hilfe nach Weißrussland auf den Weg gebracht wurden.

Auch die Verbindung zwischen der KAB St. Georg und dem Antoniusheim kommt in dem reich bebilderten Band nicht zu kurz: Seit 1981 engagieren sich die KAB-Mitglieder für die Menschen in dieser Einrichtung, treffen sich zum Kartenspiel mit ihnen oder zum Kegeln und sorgen nicht zuletzt mit dafür, dass die jährlichen Sommerfeste mit einem ansprechenden Programm aufwarten können. Mit vielen unterschiedlichen Veranstaltungen ist die KAB bis in die Gegenwart im öffentlichen Leben der Widukindstadt präsent. Dazu zählen „neben den vereinsinternen und kirchlichen Veranstaltungen wie Bezirkstagen, Wallfahrten oder Jubiläen auch die monatlichen KAB-Gottesdienste, das sozialpolitische Nachtgebet von Gründonnerstag auf Karfreitag, die Planwagenfahrt im Rahmen der Ferienpassaktion, der Glühweinverkauf zum Nikolausumzug, die Besuche beim Antoniusheim und die Arbeit in kirchlichen, sozialen und sozialpolitischen Belangen“, so die Chronik.

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