Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen Gast in Vreden

Chancen des Umweltschutzes

VREDEN/KREIS Die ältere Dame in der ersten Reihe scheint Norbert Röttgen schon mal auf seine Seite gezogen zu haben. Sie nickt zustimmend, wenn der Bundesumweltminister eine nachhaltige Umweltpolitik einfordert, schüttelt entrüstet den Kopf, wenn Röttgen das jahrzehntelange Schuldenmachen der Politik anprangert.

von Von Josef Barnekamp

, 25.08.2010

Röttgen, seit kurzem Bewerber um den Vorsitz der Landes-Partei, bekommt sogar Applaus, als er dafür plädiert, dass die CDU beim Thema "Rente mit 67" - anders als die SPD - standhaft bleiben solle. Rund 250 Zuhörer versuchte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen am Dienstagabend in der Halle von Energieanlagen Röring in Vreden für sich zu gewinnen - auch wenn er den Wettkampf mit Armin Laschet um den Vorsitz im größten NRW-Landesverband mit keinem Wort erwähnt. "Man kann doch auch mit Themen werben", sagt Röttgen später im Gespräch mit unserer Redaktion - und lächelt ein wenig verschmitzt. Im Übrigen habe er den Termin mit dem Vredener MdB Johannes Röring schon vereinbart, als noch gar nicht festgestanden habe, dass er und Laschet sich beim Parteivolk um den Vorsitz der Landespartei bewerben, sagt Röttgen. Chancen für den Mittelstand Mit knapp einer Stunde Verspätung angereist, sprach der 45-Jährige auf Einladung der neu gegründeten "Wirtschaftsplattform der Vredener CDU" über die wirtschaftlichen Chancen, die Umwelt- und Klimaschutz dem Mittelstand bieten. Eine gute halbe Stunde lang warb Röttgen dafür, Fortschritt und Schutz der Schöpfung unter einen Hut zu bringen. "Die Natur hat nicht nur eine dienende Funktion", sagt der gelernte Jurist und verweist darauf, dass "nicht der Mensch allein die Schöpfung ist".An die Kinder denken Viel Beifall bekommt er bei der Forderung, Politik müsse "man mit den Augen der Kinder" machen. Röttgen verweist aber auch auf die Chancen, die eine umweltgerechte Politik der Wirtschaft bieten könne. Beispiel Elektroantriebe: Da sei sein Ziel, dass bis 2020 eine Millionen Elektromobile in Deutschland rollten. Und zwar vorwiegend deutsche Fabrikate, sagt der Umweltminister. Sinn mache das aber auch nur, wenn der Strom dafür nicht aus Kohlekraftwerken komme. Auch beim Thema erneuerbare Energien betont Röttgen sowohl die wirtschaftlichen als auch ökologischen Vorteile.Atom-Laufzeiten: Röttgen nennt keine Jahreszahl Was die derzeit viel diskutierte Frage angeht, wie lange die deutschen Atomkraftwerke noch laufen sollen, so äußert sich der Minister in seinem Vortrag nicht dazu. Auf Nachfrage sagt Röttgen, dass er von "einer moderaten Laufzeitverlängerung" ausgehe. Eine Jahreszahl ist ihm nicht zu entlocken. "Ich bin zuversichtlich, dass ein gutes Ergebnis raus kommt", sagt er.

Lesen Sie jetzt