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Feuerwehr rund 100 mal im Einsatz

Hochwasser

VREDEN Voll gelaufene Keller, Beeinträchtigungen im Straßenverkehr, überflutete Uferwege – doch trotzdem ist Vreden im Vergleich mit der Nachbarstadt Ahaus beim Starkregen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag noch einmal verhältnismäßig glimpflich davon gekommen.

27.08.2010

Dennoch: Rund 100 Einsätze waren innerhalb von 24 Stunden von beiden Löschzügen der Feuerwehr Vreden abzuarbeiten und brachte die Feuerwehrleute bis an die Grenzen der körperlichen Leistungsfähigkeit, bilanzierte die Feuerwehr am Samstag. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, aber die Sachschäden durch vollgelaufene Keller und Überschwemmungen seien zurzeiteit nicht bezifferbar. Neben der Feuerwehr war auch der Bauhof, die Mitarbeiter der Kläranlage und des Ordnungsamtes im Dauereinsatz um Wege zu sperren oder die Kanalisation von dem gewaltigen Wasserdruck zu entlasten. Besonders betroffen waren die Gebiete im Bereich rund um Öl- und Moorbach sowie rund um die Berkel. Die Bäche hatten die sich teilweise alternative Läufe gesucht und riesige Flächen im Bereich Dömern und Wennewick-Oldenkott überschwemmt. Durch eine solche Überflutung im Bereich der Senke L 560 an der „Dömerner Anhöhe“ war es auch zu einen Verkehrsunfall gekommen. Eine Frau schleuderte mit ihrem PKW in ein Maisfeld, das Fahrzeug versank teilweise im anderthalb Meter tiefen Graben, der voller Wasser stand. Glück im Unglück: Die Fahrerin blieb unverletzt. Allerdings musste die Straße zunächst durch die Polizei gesperrt werden.

„Weitere Schwerpunkte waren im Stadtgebiet die Bereiche Rentmeisterskamp/Röringhoff“, so die Feuerwehr, „in direkter Nähe zum Öl- und Moorbach sowie im Bereich Lünten am Mergelkamp.“ Die Feuerwehr setzte Tauchpumpen ein, um überflutete Keller grob zu entwässsern. Insbesondere Ölbach und Moorbach kamen an die Grenze ihres Fassungsvermögens – so wurde auch die Fußgängerholzbrücke zwischen dem Rentmeisterskamp und Röringhoff überspült. Weiterhin musste die Feuerwehr teilweise Kühe und Schweine von den Weiden und aus Ställen retten, die dort zu ertrinken drohten. Der Großteil der Einsätze wurde aber durch vollgelaufene Keller verursacht, bei der die Feuerwehr mit Pumpen für eine grobe Reduzierung der Wassermenge sorgte. Die Feurwehr warnt vor diesem Hintergrund: Kinder sollten nicht an die teilweise reißend fließenden Bäche und Flüsse gelassen werden, bis sich die Lage normalisiert habe. Denn gerade in solchen Situationen übten sie auf die Kleinen eine Anziehung aus. 

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