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Hauptschule mit Zukunft!?

10.12.2007

Vreden "Wir werden als Schulform von der Politik im Stich gelassen" war die einhellige Meinung der anwesenden Eltern, Lehrer und der Schulleiter der beiden Vredener Hauptschulen bei einer Diskussionsveranstaltung der Grünen. Andere Bundesländer haben die Hauptschule als Schulform längst abgeschafft, die Landesregierung von NRW will diese erhalten.

41 Schüler seien von der Realschule oder auch direkt vom Gymnasium zur Walbert-Schule gekommen, schilderte Schulleiter Johannes Bielevelt. Die frühzeitige Selektion helfe den Schülern nicht. Deshalb haben beide Schulleiter teilweise die weitere interne Untergliederung in Grund- und Erweiterungskurse aufgehoben und lasse beide Gruppe gemeinsam mit verschiedenen Anforderungen lernen. So würden die Schüler des G-Kurses bei den Stärkeren erfahren, dass das Lernen sich auch lohnt. "Schule muss auf Schüler individuell reagieren", betonte Bielevelt. Beide Schulleiter bedauerten es besonders, dass die normalen altersbedingten Ausfälle bei der Besetzung der Lehrerstellen nicht berücksichtigt würden. Das öffentliche Ansehen der Hauptschule wurde heruntergewirtschaftet, meinte Gisela Huning, Rektorin der St. Georg-Hauptschule. Das Schulsystem repräsentiere eine soziale Schichtung. Eltern berichteten, dass auch Vredener Firmen bei Bewerbungen fast grundsätzlich einen Realschulabschluss verlangten.

Gerd Welper, grünes Ratsmitglied, fragte, ob es eine Kooperation beider Hauptschulen ohne eine direkte Vereinigung geben könne. Eine zu frühe Entscheidung könne sich negativ auf die Schüler-Lehrer-Relation auswirken. Dabei dürfe es keine Sieger und Besiegte geben, meinte Bielevelt, während Huning erklärte, dass es einen fließenden Übergang geben müsse.

Sandra Lentfort, Schulpflegschaftsvorsitzende der Walbert-Schule, betonte, für die Eltern sei es besonders wichtig, dass die Lehrer beider Schulen als ein Team zusammenarbeiten würden. Erste Kooperationen beider Lehrerkollegien fänden bereits statt, wurde berichtet. Man wünsche sich vom Schulträger einen finanziellen Ausgleich, damit jedem Kind die beste Bildung zukommen könne.

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