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Heimatverein baut Schafstall wieder auf

Am Hof Früchting

Zwei Wände des alten Stalls sind schon vermauert. Mit den zwei übrigen hat der Heimatverein anderes vor.

VREDEN

, 18.10.2017

Die Pfosten und Balken sind noch original, von 1752. Richtig alt. 265 Jahre. Zumindest die meisten. Die Eichenholzbalken verleihen dem alten Schafstall den alten Charme, der auch die übrigen Gemäuer des Hofes Früchting umgibt. Eigentlich stand der Stall gar nicht an dieser Stelle. Erst nach dem Sturm Kyrill stimmten die Eigentümerfamilien Becker und Wenning zu, dass die alte Scheune künftig als Museum verwendet werden darf.

„Sie haben dem Heimatverein den Stall geschenkt – unter der Bedingung, dass wir ihn am Hof Früchting, zu dem er gehörte, wieder aufbauen“, erzählt Friedrich Volmer. Und so begannen die Mitglieder des Heimatvereins 2007 mit dem Abbau der alten Balken.

Hoffen auf Fördermittel

Damit der Stall dort neu aufgebaut werden kann, wo er nun entsteht, haben die Heimatvereinsmitglieder um ihren Vorsitzenden Guido Leeck einiges auf sich genommen. Wo nun die Baustelle ist, stand nämlich vorher die Schirmschoppe. Die musste erst einmal versetzt werden, um den alten Schafstall neu errichten zu können.

„Das war eine ganz schöne Arbeit. Es musste ja alles heile bleiben“, erinnern sich die Helfer. Eine Woche habe es gedauert, die Schirmschoppe in ihre Einzelteile zu zerlegen. Den Wiederaufbau der Überdachung ein paar Meter weiter zur Rechten des Stalls hat der Kreis Borken finanziert. Wie viel der Wiederaufbau des Stalls kostet, mochte Friedrich Volmer vom Heimatverein nicht sagen. „Die Zahlen verschieben sich immer wieder, es lässt sich derzeit nicht beziffern.“ Der Verein ist der Hauptkostenträger und durch das Projekt stark belastet. Daher hoffen die Mitglieder auf weitere Fördermittel.

Über 2000 Stunden

Heinz Tenspolde, Klaus Boedeker, Hermann Lansing, Bernd Deckelinck, Wolfgang Liebner und Friedrich Volmer haben – wie noch einige andere Mitglieder des Heimatvereins – schon viel Freizeit in den Wiederaufbau des Stalls gesteckt. „Wenn ich sage, es seien 2000 Stunden gewesen, wäre das sicher noch zu kurz gegriffen“, schätzt Volmer. „Ich bin seit September dabei und derzeit zwei Mal in der Woche hier“, sagt Boedeker. Es macht ihm Spaß, zu sehen, wie das Gebäude wächst.

Verändert hat es sich deutlich seit dem Richtfest im April: Zwei Wände sind inzwischen vermauert, die beiden noch freien Wände sollen dagegen verbrettert werden. Ursprünglich war der ganze Stall verbrettert. „Das Gebäude wollen wir so wieder aufbauen, wie es einst war“, sagt Friedrich Volmer. Dennoch sind die Wände aus Stein nötig: Denn im alten Stall soll es eine Schmiede und eine Seilerei geben. Die Schmiede braucht die steinerne Wand.

Noch über ein Jahr

Vier Stunden am Tag arbeiten zwei Maurer derzeit auf der Baustelle. Gerade ist der Schornstein dran. Den muss es für die zwei Feuerstellen in der Schmiede geben. Stück für Stück organisiert der Heimatverein jedes einzelne Teil, vom Mauerstein bis zum Amboss.

„Wir haben alles mühsam zusammengetragen“, sagt Tenspolde. Für die Treckertruppe, die Schmiedegruppe und die Mühlenfreunde bleibt noch einiges an Arbeit. Erst in eineinhalb Jahren rechnet Friedrich Volmer mit der Fertigstellung des alten Stalls und der Eröffnung als Schmiede und Seilerei.

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