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Helikopter-Skulptur soll dauerhaft erhalten bleiben

Stadtpark

VREDEN Vor fünf Jahren ist er in Vreden gelandet – abheben aus dem Stadtbild soll er noch lange nicht: Der hölzerne Helikopter im Stadtpark dürfte den Vredenern auch künftig erhalten bleiben.

von Von Thorsten Ohm

, 02.08.2010

Damit erleidet das Kunstwerk nicht das Schicksal vieler anderer: Im Rahmen der Skulpturbiennale haben Objekte im Kreis die Menschen zum Staunen und Nachdenken angeregt. Die meisten davon haben aus den unterschiedlichsten Gründen den Projektzeitraum von fünf Jahren jedoch nicht überdauert. Anders das Kunstwerk von Ulrich Genth und Heike Mutter, das damit sogar seinem Namen gerecht wird: „Die solide Wirklichkeit des Bedingten“. Die so betitelte Skulptur ist zu einem Stück dauerhafte Vredener Realität geworden.

Darüber freuen sich die Künstler ebenso wie die Stadt Vreden und der Kreis Borken. „Wir sehen es sehr gerne, dass die Skulptur erhalten bleiben kann“, sagte Ulrich Genth im Gespräch mit der unserer Redaktion. Er berichtete von fruchtbaren Gesprächen mit der Stadt Vreden: „Uns ist es wichtig, dass vertraglich geregelt wird, dass das Kunstwerk weiter in der bisherigen Form für die Öffentlichkeit zugänglich ist.“ Und dass es in eine ansprechende Form kommt: Die Witterung hat ihre Spuren auf dem Holz hinterlassen, und auch bei der Statik gibt es Handlungsbedarf. Für diese Fragen zeichnen sich jedoch Lösungen ab. „Wir stehen darüber in Kontakt mit der Stadt“, erklärte Andrea Hertleif vom Kreis Borken. Schon bald sollen die Modalitäten im einzelnen geklärt sein: „Eventuell ist die Sanierung auch in Zusammenarbeit mit der Berufsbildungsstätte möglich.“ Beim Kreis sei man jedenfalls froh darüber, dass mit dem Helikopter ein Stück der Skulpturbiennale weiter erhalten bleibe.

Auch in Zukunft sei nicht ausgeschlossen, nach der positiven Resonanz eine ähnliche Aktion noch einmal durchzuführen. Zunächst stehe jedoch die Regionale 2016 mit ihren Projekten vor der Tür, so Andrea Hertleif. Da werde es aber auch einiges mit kulturellem Bezug geben. Dass gerade die Kunst den öffentlichen Raum dauerhaft positiv beeinflussen kann, unterstreicht Hubert Krandick von der Stadt Vreden: „Kunst kann maßgeblich dazu beitragen, einem Ort ein unverwechselbares Profil zu geben.“ Die Helikopter-Skulptur sieht er dafür als gelungenes Beispiel: „Sie ist in Vreden sehr gut angekommen.“ Jetzt soll es statische Verbesserungen geben – und die Skulptur selbst soll auch wieder in einen guten optischen Zustand versetzt werden, so Krandick: „Sie wird künftig regelmäßig gesäubert.“

Besonders hervorzuheben sei nicht zuletzt das große Engagement, das der Möllenkring des Heimatvereins im Zusammenhang mit dem Kunstwerk gezeigt habe. Die Verbindung zu ihm bereits baulich gegeben: Der Rotor dreht sich nur, wenn die Mühle ihn antreibt. Die Mitarbeiter des Möllenkrings hätten zudem auch noch Sorge dafür getragen, dass die mechanische Übersetzung von der Mühle auf den Rotorantrieb verbessert werden konnte. Ein wesentlicher Punkt, so Krandick: „Wenn der Rotor sich dreht, ist die Skulptur ein ganz besonderer optischer Anziehungspunkt für viele.“ Die Künstler wissen es zu schätzen, dass die Vredener ihr Kunstwerk akzeptiert haben. Ulrich Genth: „Es ist schön, dass die Skulptur so liebevoll angenommen wird.“

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