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Im Schwatten Gatt wird ausgemistet

Große Umgestaltung

VREDEN Der Lärm der Motorsäge dürfte in den nächsten Wochen im Naturschutzgebiet "Schwattes Gatt" in Vreden das Gezwitscher der Vögel übertönen: Auf zehn Hektar Fläche wird hier einiges umgestaltet - es kommt raus, was nicht hierhin gehört.

von Von Thorsten Ohm

, 03.08.2010
Im Schwatten Gatt wird ausgemistet

Beliebtes Ziel: Das Naturschutzgebiet "Schwattes Gatt" stellt einen starken Anziehungspunkt dar.

Das Ziel der groß angelegten Maßnahme: Fremdländische Gehölze sollen durch heimische Laubgehölze ersetzt werden. "Bei dieser Durchforstung kommt im Grunde genommen das raus, was eigentlich nicht dorthin gehört", erläuterte Alois Egbert von der zuständigen Regionalniederlassung Münsterland des Landesbetriebs Straßen.NRW in Münster den Hintergrund.

Dass seine Behörde die Verantwortung dafür hat, ist kein Zufall. Die Aktion steht in direktem Zusammenhang mit der Baumaßnahme für die Bundesstraße 70, die im Bereich Wettringen im Herbst beginnen soll: Sie dient als ökologische Ausgleichsmaßnahme. "Wir haben das Ganze sorgfältig mit allen beteiligten Behörden abgestimmt", unterstreicht Egbert, dass alle erforderlichen Belange berücksichtigt worden seien. Vorgesehen ist, dass in den nächsten Wochen zunächst der vorhandene Baumbestand durchforstet werden. Einzelne Kiefern würden als solitäre Einzelbäume oder in Gruppen von vier bis zehn Bäumen bestehen bleiben. Die nicht standortgerechten Gehölze wie Roteiche, Weißerle und Traubenkirsche würden gefällt.

Im Nordteil der Fläche werde auf einer etwa 1500 Quadratmeter großen Fläche ein Waldweiher angelegt. Angrenzende Gräben werden aufgestaut. So entstehe neuer zusätzlicher Lebensraum für Amphibien, Libellen und weitere Kleintierwesen. Am Ende werden als Ersatz für den alten Fichten- und Lärchenbestand auf verschiedenen Teilflächen 7000 Stieleichen gepflanzt.

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