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Kassenärztliche Vereinigung hält an neuem Modell fest

Antwort auf Petition

VREDEN Die Kassenärztliche Vereinigung hat reagiert: In ihrer Antwort auf eine Petition aus Vreden hält sie jedoch an den Plänen zur Neugestaltung des ärztlichen Notdienstes fest.

von Von Thorsten Ohm

, 04.08.2010
Kassenärztliche Vereinigung hält an neuem Modell fest

Die Notdienstpraxis im Ahauser Krankenhaus stellt vom Februar nächsten Jahres an die nächste Anlaufstelle für Patienten dar, die an Wochenenden oder feiertags einen Arzt aufsuchen müssen.

"Das kam nicht wirklich überraschend", stellte dazu Bernd Kemper fest, Vredens Erster Beigeordneter. Die Kassenärztliche Vereinigung habe betont, dass eine endgültige Entscheidung bereits gefallen sei: „Da will man keine Ausnahme machen.“ Immerhin einen positiven Aspekt vermochte Kemper auszumachen: Nach einem Jahr komme die neue Regelung auf den Prüfstand – und vielleicht könnten die bis dahin gesammelten Erfahrungen ein Umdenken bewirken. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe schreibt an die Stadt, dass ihr Vorstand die Petition diskutiert habe. Die Gremien hätten jedoch zuvor bereits entschieden – „dies nach sorgfältigster, mehr als dreijähriger Vorbereitung in ärztlichen Ausschüssen und qualifiziert besetzten Projektgruppen“.

67 zentrale Anlaufstellen stünden auch mit Inkrafttreten der Reform des Notfalldienstes in Westfalen-Lippe bereit. Dass es nicht für alle Patienten einfach sein könne, zu diesen Praxen zu kommen, ist offensichtlich in die Überlegungen einbezogen worden: „Ein ärztlicher Fahrdienst wird zusätzlich zu den eingerichtete Notfallpraxen die ärztliche Versorgung vor Ort unterstützen und die aus medizinischen Gründen nicht mobilen Patienten betreuen.“ Die Einrichtungen der stationären Versorgung sowie die Rettungsdienste blieben unverändert. Inzwischen hätten sich neben Vreden noch weitere Kommunen mit dem Wunsch gemeldet, die bisherige Struktur beizubehalten. Das jedoch sei „zukunftsorientiert nicht mehr vertretbar“. Wenn die Weichen nicht rechtzeitig gestellt würden, könne die Versorgung in Zukunft nicht mehr flächendeckend sichergestellt werden: „Vor diesem Hintergrund ist eine einheitliche Reform für Westfalen-Lippe dringend notwendig.“ Sie orientiere sich an erprobten Modellen und werde vielerorts sogar zu einer Verbesserung des Notfalldienstes führen, weil das Angebot klarer strukturiert und fest verortet sei.

Für Vreden kommt die Kassenärztliche Vereinigung zu folgender Einschätzung: „Aus unserer Sicht ist die medizinische Versorgung in Ihrer Region in den Zeiten des ärztlichen Notfalldienstes ausreichend sicher gestellt. Die Entfernung bis zur nächsten Notfalldienstpraxis liegt im Bereich der Zumutbarkeit.“ Nach einem Jahr werde die Entwicklung im Notfalldienst untersucht und gegebenenfalls notwendige Veränderungen vorgenommen.

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