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Neue Ideen müssen her

Vreden Einen guten Start habe die Stadtmarketing GmbH in den ersten beiden Jahren gehabt. "Dann aber", so formulierte es Bürgermeister und GmbH-Vorsitzender Hermann Pennekamp vor dem Rat, "sind wir mit angezogener Handbremse gefahren."

26.08.2008

Neue Ideen müssen her

Der Grund: Aktionen wie die Reihe "Freitags in Vreden" seien zwar Publikumsmagneten, aber am Ende trotzdem defizitär gewesen. So hätten die zehn Mitglieder der Gesellschafterversammlung Ende 2006 beschlossen, die Ausgaben für Werbung etwa für den "Vredener" einzuschränken, nicht-profitable Aktionen zurück zu fahren und das Hauptaugenmerk auf einige große Veranstaltungen zu legen. Und so bekam SPD-Fraktionsvorsitzender Reinhard Laurich den Eindruck, dass "die Aktivitäten in 2007 sehr zurückhaltend waren" und wollte am Montag im Rat über Aufgaben und Finanzierung der Stadtmarketing GmbH informiert werden.

Auch nach dem Vortrag von Stadtmarketing-Geschäftsführer Michael Bala (Foto) im Rat war Laurich keineswegs zufrieden: Die guten Aktionen zurück zu fahren, sei zu kurz gedacht und sei auch nicht im Sinne seiner Entscheidung in der Gesellschafterversammlung gewesen. Man müsse sich vielmehr bemühen, sie profitabel zu machen. "Da müssen neue Ideen her", forderte er. Dass das Gefühl herrsche, "da muss was Neues kommen", betonte auch Helma Benke (Grüne). Die geleistete Arbeit sei sicher mehr als die wahrgenommene, bezog sich Elmar Kampshoff (UWG) auf den Vortrag Balas über die dienstleistungsorientierten Aufgaben der Stadtmarketing GmbH vom Fahrkartenverkauf für die DB bis hin zum Einsatz auf Messen. Aber: Prinzipiell sei es nicht der richtige Weg, an der Werbung zu sparen, so Kampshoff.

Geringere Akzeptanz?

In der Beurteilung der Veranstaltungen schließe er sich der Sicht Reinhard Laurichs an, betonte CDU-Fraktionschef Heinz Gewering. Nach Gesprächen mit Wirten und Einzelhändlern habe er das Gefühl, dass die Akzeptanz für das Stadtmarketing nachlasse. Er sprach sich dafür aus, das Thema Stadtmarketing in den Fraktionen zu diskutieren. "Nicht mit Ideen vollpropfen", sollten die Fraktionen das Stadtmarketing, entgegnete Michael Bala und warb dafür, den eingeschlagenen Weg fortzsetzen und auf die guten großen Veranstaltungen wie Heimattag, Gartenträume oder das neue Weihnachtsmarkt-Konzept zu setzen. Von schwindender Akzeptanz habe er nichts festgestellt. "Wenn ich aber noch mal zu den Händlern gehen muss und sagen, dass sie jetzt für 'Freitags in Vreden' zahlen sollen, dann kriege ich einen Korb", betonte Bala. "Am liebsten nicht nur Konzepte, sondern auch Mittel", wünschte sich der Bürgermeister, der selbst "ein Niveau wie in 2006" als gut befand, zuguterletzt von den Fraktionen. ewa

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