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Neue Turbine soll Energie besser nutzen

Klärwerk Vreden

Die alten Blockheizkraftwerke haben ausgedient: Neue Technik mit höherer Effizienz sollen auf der Kläranlage in Ellewick Einzug halten. Die Verwaltung hat den Werksausschuss und die Gesellschafterversammlung jetzt über die Hintergründe der anstehenden Investition ins Bild gesetzt.

VREDEN

, 12.11.2014
Neue Turbine soll Energie besser nutzen

Die Kläranlage in Ellewick

Die Blockheizkraftwerke auf der Anlage sind in die Jahre gekommen – ins mittlerweile 17. Jahr, um genau zu sein. Nach bald 40 000 Betriebsstunden ist sie nicht nur bereits komplett abgeschrieben, sondern müsste auch generalüberholt werden – und das würde kosten. Was eine Neuanschaffung in dieser Situation zusätzlich reizvoll erscheinen lässt: Die alten Blockheizkraftwerke kommen gerade mal auf einen Wirkungsgrad von rund 21 Prozent – was auch der begrenzten Menge an Klärgas geschuldet ist, mit der die Maschinen laufen.

Ein Blick auf den Faktor Strom: Davon haben die Blockheizkraftwerke im Schnitt der vergangenen neun Jahre rund 285000 Kilowattstunden jährlich erzeugt. Der Bedarf der Kläranlage liegt deutlich höher – bei rund 815 000 Kilowattstunden im Jahr. Die Notstromversorgung stellt in diesem Zusammenhang einen wichtigen Punkt dar. Denn die muss sicher sein und stabil funktionieren – habe sie aber nicht, so die Verwaltung. Abschied nehmen heißt es wohl von einer Idee, die für die Abdeckung des restlichen Strombedarfs im Raum stand. Die geplante Windkraftanlage dürfte sich bei näherer Betrachtung wirtschaftlich gesehen nicht rechnen. Denn die Grundlage dafür stellt sich offensichtlich anders dar, als zunächst gedacht: Um eine privilegierte Anlage genehmigt zu bekommen, müssen 50 Prozent der erzeugten Energie in den eigenen Verbrauch fließen.

Den decken aber zum Teil auch schon die Blockheizkraftwerke, und dieser Anteil ist einzurechnen. Somit bliebe nur noch ein schmaler Anteil, der wiederum zu einer derart kleinen Windkraftanlage führen würde, dass kein marktgängiges Modell in Frage komme. Das Konzept für die Zukunft lautet nun, eine Mikroturbine anzuschaffen. Sie könnte die Blockheizkraftwerke ersetzen – und einen Wirkungsgrad von rund 30 Prozent erreichen. Auch erhöht sich damit der Anteil an Eigenstrom. Die Versorgung mit Notstrom soll ein neues Dieselaggregat sichern. Damit könnte gleichzeitig die alte Propangasanlage aufgegeben werden. Je nach Variante fallen laut Gutachter insgesamt Kosten zwischen 450 000 und 510 000 Euro an.

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