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Orgel für die Stiftskirche nutzen

Pfarrversammlung zur Marienkirche

Um die Nachnutzung der Marienkirche, den Entwurf mit innovativen Wohnformen um den Kirchturm von St. Marien, den Planungsstand für die Weiternutzung der Orgel der Marienkirche in der Stiftskirche und um den Verbleib aller Gegenstände aus der Marienkirche ging es am Dienstagabend bei der Pfarrversammlung im Pfarrheim St. Georg

VREDEN

von Von Anne Rolvering

, 06.06.2012

Zunächst stellte Kantor Stephan Peters die Angebote der Orgelbauer für eine Anpassung der Orgel als neues Instrument im rückwärtigen Bereich der Stiftskirche vor. „Die Kosten für eine Überholung der Orgel, den Transport nach Münster und zurück und die Intonation sowie den entsprechenden Umbau mit einem Chorpodest und schmiedeeisernen Gitter würden beim günstigsten Angebot rund 97 000 Euro betragen“, erläuterte Stephan Peters. Er verwies darauf, dass beim Verkauf der Orgel nur ein „Spottpreis“ zu erzielen sei, da es derzeit viele gebrauchte Orgeln auf dem Markt gebe.

Die Finanzierung der Aufstellung der Orgel in der Stiftskirche könne jedoch nicht durch die Gelder aus Pacht und Verkauf des Geländes der Marienkirche an einen Investor erfolgen, machte Dechant Wachtel deutlich. Dieses Geld müsse langfristig zum Erhalt der Pfarrheime und der Personalkosten verwendet werden. Die Anwesenden waren sich einig, dass die Aufstellung der Orgel in der Stiftskirche im Sinne der Stifter der Mariengemeinde sei. Zudem sei die Orgel eine Bereicherung für die Stiftskirche. Anschließend ging es um das Architekten- und Investorenverfahren für das Gelände der Marienkirche. Dort sollen innovative Wohnformen in jeweils ein- bis dreigeschossigen Flachdachgebäuden Basis eines Entwurfs der Architekten Dejozé/Ammann-Dejozé entstehen. (Münsterland Zeitung berichtete). Die Häuser würden für Familien, Wohnstarter und Senioren konzipiert, ein Neubau solle eine Tagespflege aufnehmen. „Dieser Entwurf bietet die Chance eines Mehrgenerationen-Wohnens und der Kirchturm bleibt als Erinnerungsort mit Kapelle erhalten“, hob Dechant Wachtel hervor. Das Bauunternehmen Arning aus Steinfurt kümmere sich als Investor um den Bau, die Kirchengemeinde St. Georg stelle den Grund und Boden zur Verfügung. Der Zeitplan und alle Details müssten noch besprochen werden. 

Um den Verbleib der Gegenstände aus der Marienkirche ging es im dritten Teil der mehr als zweistündigen Veranstaltung. „Viele Gegenstände sind in der Vorplanung, manche haben auch schon Verwendung in den anderen Kirchen gefunden, für andere muss noch der endgültige Verbleib geklärt werden“, betonte Dechant Guido Wachtel. Was sinnvoll in der Gemeinde genutzt werden könne, bleibe vor Ort, wie Kreuze, Leuchter, Bücher, Gewänder und der Baldachin (Ammeloer Kirche) oder der Kreuzweg (Pfarrkirche). Beim Bußmannschen Kreuz (eventuell später im Turm der Marienkirche), dem Sieger-Köder Bild, Fenstern und Fensterfries (möglicherweise in der Pfarrkirche), den Glocken (eventuell im Turm der Marienkirche und in der Friedhofskapelle), dem Tabernakel und Ambo, den Kirchenbänken (vielleicht nach Polen) und vielen anderen Gegenständen müsse der Verbleib noch geklärt werden. „Es gibt noch einiges zu regeln, nichts soll leichtfertig wegkommen. Wir werden miteinander sinnvolle Lösungen für den Verbleib der Gegenstände aus der Marienkirche finden,“ resümierte der Dechant.

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