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Pflegeheim öffnet sich

Vreden Gemütlich gemacht hat es sich der ältere Mann in dem großen Sessel. Der Senior mag den Platz im Foyer: Von da hat man die Cafeteria gut im Blick - und da tut sich spätestens nachmittags immer etwas.

28.08.2008

Pflegeheim öffnet sich

<p>Werner Karsten ist einer der Bewohner des Altenpflegeheims am Antoniusheim. Er lobt das gute Miteinander, das dort herrsche. MLZ-Fotos (5): Ohm</p>

Ihm haben es ein halbes Dutzend Senioren gleich getan. "Der Aufenthalt hier ist sehr beliebt", weiß Stefanie Sommer. Sie müsste es eigentlich eilig haben: Gleich steht "Aktivität mit dem Schwungtuch" auf dem Programm. Aber noch ist zeitlich ein wenig Luft, bis die Sozialarbeiterin eines der Angebote zu leiten hat, mit denen den Bewohnern des Altenpflegeheims mehr geboten wird als nur eine Abwechslung im Tagesablauf, sondern auch ein Stück Lebensqualität.

"Wir sind ein ganz normales Pflegeheim für Senioren." Das betont neben Stefanie Sommer auch Pflegedienstleiter Holger Schmidt: "Modern und gut eingerichtet, mit allen Möglichkeiten." Gleichwohl hat diese Senioreneinrichtung eine besondere Geschichte: Sie entstand als ein Zweig des Antoniusheims in Köckelwick. So wundert es nicht, dass das 78 Plätze große Heim ausschließlich von Männern belegt ist. Viele von ihnen haben nahtlos den Übergang geschafft vom Antoniusheim dorthin. Und wer noch etwas fitter ist, der arbeitet ein wenig mit in den weitläufigen Anlagen - jeder nach seinen Möglichkeiten.

Gleichwohl öffnet sich das Altenpflegeheim mit seinem 2003 fertig gestelltem Neubau auch für Bewohner aus dem Umland, die einen Platz für ihren Lebensabend suchen. Die ländliche Atmosphäre der gesamten Einrichtung verleiht auch dem Leben im Altenwohnheim einen besonderen Charakter: Das gilt nicht zuletzt für die Nähe zu den Werkstätten und der Landwirtschaft.

Die meisten Bewohner leben in Einzelzimmern; die Einrichtung stellt das Haus. Wichtig ist für Stefanie Sommer die Pflege der Gemeinschaft. Dazu tragen auch die KAB und die Alten- und Rentnergemeinschaft bei: Zwei Mal in der Woche kegeln die Ehrenamtlichen mit den Bewohnern, einmal im Monat kloppen sie miteinander Skat - wichtige, regelmäßige soziale Kontakte für die Männer, von denen viele seit Jahren überhaupt keinen Kontakt mehr zu ihren Verwandten haben. Aber auch hauseigene Aktionen wie Ausflüge oder Bingo-Nachmittage, Singkreis oder Feiern beleben das Miteinander. Für viele ist die seelsorgliche Betreuung wichtig: Die leistet neben Pastoralreferent Paul Bergmann auch Pastor Ahler aus Lünten. Rund 20 hauptamtliche Kräfte kümmern sich um die Senioren, pflegen sie, aktivieren sie: "Der Mensch steht für uns im Mittelpunkt." to

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