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Pogo und Seifenblasen

Vreden Lange hatte es gedauert drei überregional bekannte Bands in das Vredener Jugendcafé zu holen. Am Freitag war es endlich so weit: Mit "die Pigs", Pristine und Rantanplan war für Punk, Rock und Ska gesorgt.

16.12.2007

Pogo und Seifenblasen

<p>"Die Pigs" aus Bocholt luden zum Pogo-Tanzen ein.</p>

Kurz nach 21 Uhr hieß es Vollgas für "die Pigs". Die jung gebliebenen Punk-Rock-Opas, die schon länger auf der Bühne stehen als manch einer im Publikum alt war, fackelten nicht lange und testeten gleich einmal aus, wie viel die Beschallungsanlage aushielt. Standesgemäß fanden sich vor der Bühne die ersten lederbejackten Irokesenträger ein.

Zuschauer schwindelig

Wenn Punkkünstler vom Pogotanz des Publikums "leben" können, sah es gar nicht so schlecht für die Bocholter aus, die ihre Fans liebevoll "Schweine" nennen. Erst nach zwei Zugaben machte die Band für die Dortmunder Band Pristine Platz. Ohne viel Gerede ging es gleich zur Sache. "On Fire" hieß der erste Song der Band, die im einheitlichen Bühnenoutfit auftrat und sich von Seifenblasen einhüllen ließ. Sängerin Jihni tobte über die Bühne, währenddessen wedelte Gitarristin Maren ihr Haar so wild durch die Luft, dass schon den Zuschauern schwindelig werden konnte - eine wahre Rockgitarristin.

Während auch Schlagzeugerin Jules nicht gerade zart mit ihrem Instrument umging, bildete Bassistin Rebecca so etwas wie den Ruhepol der Band. Roher Gitarrensound zwischen Punk und Grunge, treibendes Schlagzeug und weibliche Stimmen - mal solo, mal im Chor - gemischt mit Synthesizer-Klängen plötzlichen Breaks und sogar a-cappella-Passagen, so heißt die Pristine-Kurzformel. Das Publikum war begeistert.

Energiegeladen, schnell und mit zackigen Off-Beats von der Rickenbacker-Gitarre zeigten die Headliner Rantanplan aus Hamburg wie Stimmung gemacht wird. Schnell hatten die Ordner vor der Bühne alle Hände voll zu tun, um die Wellenbrecher in ihrer Position zu halten, so stark wurde zuweilen der Druck des Publikums, das ab der dritten Reihe noch immer Pogo tanzte oder sich vom Publikum tragen ließ.

Bläser gut gelaunt

Unermüdlich zupfte Bassist Tim Grunwald an seinem Instrument und steuerte unentwegt mehr als nur zügige Bassläufe bei. Besonders legten sich aber die Bläser ins Zeug. Posaunist Sven-Ole Schoch hatte offensichtlich gute Laune und unterhielt das Publikum ungewöhnlich offenherzig mit seinen Ansagen. Das erstaunte sogar Gitarrist und Sänger Torben Meissner, von dessen Gesicht während der Stücke wegen eines Vorhangs aus Haaren wenig zu sehen war.

Ein gelungener Abend in den das Vorbereitungsteam viel Arbeit gesteckt hat - es hat sich gelohnt. Frank Wissing

Pogo und Seifenblasen

<p>Headliner und eine der großen Ska-Bands Deutschlands - Rantanplan aus Hamburg - machten den Abschluss und stellte den Höhepunkt des Abends dar. Vom Publikum wurden die Musiker später "auf Händen getragen". MLZ-Fotos (3) Wissing</p>

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