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Rat gegen Erweiterung der Friedhofskapelle

Bürgerantrag diskutiert

Keine Zustimmung fand im Rat die Anregung zweier Einwohner aus Vreden, die Friedhofskapelle am städtischen Friedhof an der Zwillbrocker Straße zu erweitern und diese mit einer Verklinkerung zu versehen.

VREDEN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 28.06.2012
Rat gegen Erweiterung der Friedhofskapelle

Die Friedhofskapelle am städtischen Friedhof.

Ein Aspekt aus dem Bürgerantrag soll allerdings weiter beraten werden: Ob es möglich ist, einen Glockenturm an der Kapelle zu errichten und dort künftig die Totenglocke der Marienkirche erklingen zu lassen, solle in der Friedhofskommission diskutiert werden. Die Idee sei gut, aber über eine Finanzierung und dergleichen sei noch überhaupt nicht gesprochen worden, sagte der Erste Beigeordnete Bernd Kemper in der Sitzung des Rates am Mittwoch. Die Friedhofskommission sei das richtige Gremium für diese Frage.

Im Rat waren die Stellungnahmen zum Bürgerantrag deutlich ablehnend. Die Einwohner hatten ihren Wunsch damit begründet, dass das Hin- und Herfahren von Kirche zum Friedhof entfalle und dass Altar, Tabernakel sowie ein Teil der Kirchenbänke von der St. Marien-Kirche übernommen werden könnten. „Die Friedhofskapelle ist keine Kirche. Auch Vredener, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, sollen sich dort nicht nur als Zaungast geduldet fühlen“, sagte Gerd Welper (Grüne). Die Trennung von Staat und Kirche sei auch auf dem städtischen Friedhof einzuhalten. So sah auch Sascha Grawunder (FDP) die Sachlage. Was den Glockenturm angehe, solle sich der Bauausschuss nach der Friedhofskommission mit dem Thema befassen, so der Liberale.

Hermann Gewering (CDU) betonte, dass auch in der Pfarrversammlung deutlich gesagt worden sei, dass es sich bei der Friedhofskapelle um ein städtisches Gebäude handele. Konkrete Vorschläge, was den Glockentrum angeht, erhoffte sich Kläre Winhuysen (SPD) von der Friedhofskommission. Auf skeptische Äußerungen von Elmar Kampshoff (UWG), ob der gewünschte Glockenturm nicht auch die Neutralität verletzten könne, meinte Winhuysen, dass Glocken läuten nichts mit Religion zu tun haben müsse. Wie Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch ergänzte, gebe es „profanes und liturgisches Läuten“.

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