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Restmüll kommt teurer

Neue Gebührensätze

Die Müllgebühren steigen. Die Vredener müssen sich darauf einstellen, im neuen Jahr zum Teil erheblich mehr für die Entsorgung ihres Abfalls zahlen zu müssen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat dazu mit einem einstimmigen Beschluss am Mittwoch die Weichen gestellt.

VREDEN

, 13.11.2014
Restmüll kommt teurer

Unterschiedliche Entwicklung bei den Entsorgungsgebühren: Die Kosten für den Restmüll steigen in Vreden stark, die für Papiermüll leicht und für Biomüll sinken sie.

Wohl war erkennbar niemandem wirklich dabei. Aber sowohl die Politiker als auch die Vertreter der Verwaltung sahen die Anhebung als unvermeidlich an – aus ihrer Sicht zurückzuführen auf gestiegene Kosten, die die Stadt an die Bürger als Kunden dieser Dienstleistung nur weitergibt. Der tiefere Griff ins Portemonnaie fällt beim Restmüll schwerwiegend aus. Zwischen 22,5 Prozent und 32,8 Prozent erhöht sich die Gebühr künftig, abhängig jeweils von der Größe der Tonne. Das können auch die leichten Ermäßigungen bei der Biotonne nicht auffangen: Die Gebühr für sie verringert sich um 3,6 beziehungsweise 4,4 Prozent.

"Die Erhöhung ist durch Kosten bedingt, die wir selbst kaum beeinflussen können“, sagte Kämmerer Hermann Schwering. Die Deponiegebühren und die entsprechenden Folgekosten seien drastisch gestiegen. Die Stadt steuere bereits 50 Prozent der entsprechenden Rücklage zu, um den Anstieg nicht noch steiler ausfallen zu lassen. Von einer regelrechten Explosion der Folgekosten sprach Reinhard Laurich (SPD). Er warf die Frage auf, ob es dabei bleibe: „Es ist unkalkulierbar geworden.“ Die Erhöhung sei nachvollziehbar, tue aber vielen Bürgern weh, meinte Elmar Kampshoff (UWG). Eine Ursache dafür liege aber auch bei den Menschen selbst: „Das ist der Preis der Konsumgesellschaft.“ Jeder müsse sich bemühen, seine von ihm produzierte Müllmenge zu verringern.

Ähnlich äußerte sich auch Ausschussmitglied Heinrich Noldes (FDP). Wer viel Müll produziere, müsse viel entsorgen – die Bürger seien gefordert, Müll zu vermeiden. Zudem seien auch die Umweltansprüche gestiegen. Eine Frage in Richtung EGW hatte Hubert Lechtenberg (CDU) aufgeworfen: Er wollte wissen, ob in die Kalkulation des Unternehmens auch Kosten einflössen die für die Nachsorge vormals kommunaler Mülldeponien entstünden. Hermann-Josef Sönnekes (CDU) wollte wissen, woraus sich der prozentual unterschiedliche Anstieg der Gebühren ergibt: Das liege an den Kosten, die in Abhängigkeit von der Größe eines Müllgefäßes in unterschiedlicher Höhe entstünden, so die Antwort.

Niemand wollte der Bewertung von Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch widersprechen: Die Erhöhungen seien „nicht schönzureden“. Aber es sah auch niemand einen Weg, der daran vorbeiführen könnte. Der einstimmige Beschluss geht nun als Empfehlung an den Rat. Er hat das letzte Wort in dieser Frage. 

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