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Schülerin rettet Entenküken

Stadtgraben

Das klägliche Piepsen der verlassenen hungrigen Schar hatte Frieda Gottszky aufmerksam gemacht. Die 13-jährige aus Vreden zögerte nicht lange – beherzt rettete sie eine kleine Schar Küken aus dem Stadtgraben.

VREDEN

, 10.11.2014
Schülerin rettet Entenküken

Frieda Gottszky hat Entenküken gerettet

Am Samstagmorgen war die Schülerin der Hoimar-von-Ditfurth-Realschule in der Nähe ihres Elternhauses unterwegs. Dabei entdeckte sie die Entenküken, die offensichtlich von ihrer Mutter verlassen worden waren. Frieda wartete noch ab und hielt in der Umgebung ausschau, doch als die Entenmutter auch nach einger Zeit nicht zurückkehrte, beschloss sie zu handeln. Frieda lief nach Hause zurück, griff sich aus dem Garten einen Eimer, rannte zurück zum Stadtgraben, und verstaute die lebende Fracht kurzerhand in dem Behälter. Zuhause angekommen, setzte sie die Küken erst einmal in die Badewanne, die sie mit ein wenig Wasser gefüllt hatte. Später kamen die kleinen Federbällchen in einen Kaninchenstall, den ein Bekannter kurzfristig zur Verfügung gestellt hatte. „Abends haben wir sie in unseren Keller gebracht. Da haben wir ein Rund mit Holz gelegt, und sie haben es da nachts warm“, berichtet Frieda.

Zwei Wochen lang wolle sie die kleinen Küken pflegen – bis sie groß genug sind, damit sie wieder ins freie Wasser können, hofft Frieda: „Jetzt sind sie noch zu klein, sie könnten nicht allein überleben.“ Ihre Mutter, Anne Gottszky, findet es gut, dass ihre Tochter mit wachem Auge ihre Umwelt wahrnimmt. Sie hat sich gewundert, dass um diese Jahreszeit überhaupt noch so kleine Küken zu finden sind. Einen Verdacht hatte Anne Gottszky auch, wer die Mutter sein könnte: Da gebe es eine Ente, die habe die Familie einst ebenfalls schon groß gezogen, die in Frage dafür käme.

Ihre Tochter Frieda sei sehr tierlieb, sagt die Mutter, und so unterstützt die Familie die Schülerin jetzt darin, die Küken daheim noch etwas aufzupäppeln: Brennnessel mit Ei bekommen sie als Kraftfutter. Und vielleicht finde sich ja in den nächsten zwei Wochen auch jemand, der die dann etwas größeren Küken weiter aufpäppeln könne.

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