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Siedlung in Weißrussland bekommt Strom

Spende der KAB St. Marien

VREDEN. Jetzt im August muss die Heizung in Mogilev/Weißrussland nicht funktionieren. Elektrisches Licht braucht es auch nicht. Im Winter ist das anders. Die KAB St. Marien Vreden hat in Kooperation mit RWE ein Stromaggregat besorgt. Noch vor dem Herbst soll es in Mogilev aufgestellt werden.

von Von Christina Fischer und Melanie Steur

, 11.08.2010
Siedlung in Weißrussland bekommt Strom

Hubert Wimmer (v.l.), Manfred Riekhoff (beide RWE), Hubert Lechtenberg (KAB), Georg Enneking (RWE), Heinrich Rosing und Hermann Icking (beide KAB) bei der Übergabe des Stromaggregats.

„Eingesetzt werden soll der Transformator in einem neu angesiedelten Ferienlager“, erklärt Hubert Lechtenberg von der KAB. Mehrere Häuser seien in den vergangenen Monaten dort hergerichtet worden. „Wir haben die Holzhäuser mit Steinwolle, Heizkörpern, Trapezblechen und Kabelmaterial ausgestattet beziehungsweise verkleidet.“

Seit 1994 organisiert die KAB St. Marien Vreden Hilfstransporte in die weißrussische Stadt. „Ich kann mich erinnern, wie die ersten Kinder aus Mogilev bei uns zu Besuch waren“, erklärt Lechtenberg. Mit Kleidung und Spielen im Gepäck ging es damals zurück in die Heimat. Die Freude und Dankbarkeit in den Kinderaugen sei ihm noch heute im Gedächtnis. „Zu Beginn unseres Engagements fuhren drei Transporten jedes Jahr rüber.“ Die Kosten seinen allerdings stark angestiegen und der Aufwand werde auch nicht kleiner, so Lechtenberg. „Jetzt fahren wir meist einmal im Frühjahr nach Mogilev.“

Zeitlich habe es in diesem Jahr nicht geklappt, dass das Stromaggregat mit dem Frühjahrstransport mit geschickt wurde. In einem Schreiben an RWE habe Lechtenberg deutlich gemacht, wie wichtig der Strom für das neue Ferienlager am Rande der Stadt sei. „So eine Anfrage hatten wir meines Wissens nach noch nie auf dem Tisch“, erklärt Ruth Brand. Stromaggregate zu verleihen, sei mehr oder weniger ein tägliches Geschäft – eines zu spenden eine ganz neue Herausforderung. Georg Enneking vom Regional-Zentrum Nordhorn der RWE freut sich, dass das passende Aggregat nun zur Verfügung steht: „Das Gerät wird den Bedürfnissen vor Ort gerecht werden.“ Damit die Stromversorgung einwandfrei funktioniert, hat RWE-Mitarbeiter Hubert Wimmer viel freie Zeit investiert. Mit Sohn Sascha (17) hat er unter anderem einen neuen Motor eingebaut. „Ursprünglich sollte das Aggregat, Baujahr 1992, verschrottet werden. Wir haben es wieder flott gemacht.“

Den notwendige Treibstoff für den Betrieb gebe es vor Ort. „TABEA, die Hilfsorganisation in Weißrussland wird den Aufbau des Transformators leiten“, so Lechtenberg. „Wir müssen dafür sorgen, dass das Aggregat rechtzeitig ankommt, bevor es kalt wird.“ Im Ferienlager, das die Stromversorgung bekommen soll, leben im Sommer bis zu 500 Kinder. Einige Senioren wohnen in einem eigenen Gebäude nebenan. Ursprünglich sollten sie nur eine begrenzte Zeit bleiben. Da es den Älteren dort gut gefiel, sind sie geblieben. Vielleicht werden sie ja Weihnachten mit elektrischem Licht in einem geheizten Haus verbringen.

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