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Sturmschaden an der Kirche kostet 63.000 Euro

Statik der Georgkirche nicht beeinträchtigt

Das Loch im Dach der Georgskirche könnte geflickt werden. Die Zentralrendantur möchte aber lieber direkt das ganze Norddach erneuern.

Vreden

12.03.2018
Sturmschaden an der Kirche kostet 63.000 Euro

Nach dem Sturm Friederike wurde das Loch im Dach der Georgskirche zunächst provisorisch geschlossen. Die endgültige Reparatur kostet rund 63.000 Euro.

Der Sturmschaden am Dach der Georgskirche hat die Statik nicht beeinträchtigt. Die Zentralrendantur möchte nun aber trotzdem direkt eine große Dachfläche erneuern, statt nur das Loch zu flicken. „Die verbauten Faserzementplatten haben nur eine begrenzte Lebensdauer. In zehn bis zwölf Jahren muss das gesamte Dach sowieso neu eingedeckt werden“, sagt Stephan Bengfort, Bauingenieur bei der Zentralrendantur Ahaus-Vreden.

Vier mal zehn Meter großes Loch

Der Sturm Mitte Januar hatte ein rund vier mal zehn Meter großes Loch in die Nordseite des Kirchendaches gerissen. Zunächst bestand die Befürchtung, dass sich der Dachstuhl verschoben haben könnte. Ein Statiker untersuchte das Dach Ende Januar und gab Entwarnung. Derzeit ist das Dach provisorisch geschlossen und regendicht.

Inzwischen liegen auch die Gutachten der Versicherung vor. Demnach beläuft sich der Sturmschaden auf rund 63.000 Euro. Das Loch könnte mit Faserzementplatten geflickt werden. Die Zentralrendantur hält es jedoch für sinnvoll, das komplette Norddach zur Volksbank hin direkt neu einzudecken. Dann würde Naturschiefer benutzt werden. „Den Unterschied zu den alten Faserzementplatten auf der anderen Dachseite würde man sehen, aber das würde man auch sehen, wenn man das Loch mit neuen Faserzementplatten flickt“, sagt Stephan Bengfort.

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Bei den Bauarbeiten würde auch direkt für den nächsten Sturm vorgesorgt werden. Sogenannte Sparrenpfettenanker sollen die Sparren, also die Balken, die von oben nach unten verlaufen, und die Pfette, also den waagerechten Teil der Dachkonstruktion, miteinander verbinden. Bislang sind die Balken mit Nägeln aneinander befestigt. Die Anker aus Metall sollen die Verbindungen verstärken.

Das Bistum entscheidet

Eine Neueindeckung des Norddachs würde rund 300.000 Euro kosten. Konkret geht es um den Teil zwischen dem Kirchturm und der Kehle, also der Linie neben dem Loch, an der zwei Dachteile aufeinandertreffen. Da das Bistum den Großteil dieser Kosten tragen würde, muss die Zentralrendantur auf grünes Licht aus Münster warten. In drei Wochen soll eine Entscheidung gefällt werden. „Wenn geflickt wird, kann es dann sofort losgehen. Da reden wir von einer Bauzeit von einem Monat“, sagt Stephan Bengfort. Wenn das Norddach neu eingedeckt wird, muss die Maßnahme erst ausgeschrieben werden. „Dann geht es nicht vor Juni los. Die Bauzeit würde dann rund vier Monate betragen“, so der Bauingenieur. So oder so muss die Kirchenseite komplett eingerüstet werden.

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