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Trinkwasser besonders geschützt

Nitrat-Belastung

Die Belastung der Böden in der Region mit Nitrat hat nach den aktuellen Veröffentlichungen ein breites Echo hervorgerufen. Eine Frage rückt dabei für viele Menschen in den Mittelpunkt: Wirkt sich das auch auf das Trinkwasser aus? Alfred Kramer von den SVS-Versorgungsbetrieben gibt Entwarnung.

VREDEN

, 20.11.2014
Trinkwasser besonders geschützt

Trinkwasser unterliegt besonderem Schutz.

„Wir müssen unterscheiden zwischen dem Grundwasser allgemein und der Situation in den Wasserschutzgebieten“, sagt der Geschäftsführer des regionalen Wasserversorgers: „Für uns ist das Schutzgebiet entscheidend.“ Denn von dort beziehen die SVS ihr Wasser: Was vom Wasserwerk im Stadtlohner Ortsteil Hundewick aus in die Leitungen gepumpt wird und auch die haushalte in Vreden mit Trinkwasser beliefert, stammt zu 60 Prozent aus dem Wasserschutzgebiet im Raum Stadtlohn-Südlohn, zu 40 Prozent aus Borken. Daher richte sich der Blick des Versorgers ganz besonders auf die landwirtschaftlichen Anlieger in den Wasserschutzgebieten. Mit ihnen arbeite die SVS schon seit Jahrzehnten zusammen. Kreisweit ist in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer vor einigen Jahren dazu das „Konzept 2020“ aufgelegt worden. „Es belohnt die Landwirte im Wasserschutzgebiet, die sich beteiligen und die Nitratwerte in ihrem Boden niedrig halten“, sagt Kramer.

Das Ergebnis dieser jahrelangen Bemühungen: Im SVS-Gebiet liege der Nitratwert bei 20 Milligramm pro Liter. „Damit unterschreiten wir den Grenzwert von 50 Milligramm bei weitem“, so Kramer. Das soll auch mittel- und langfristig so bleiben. Daher würden die betreffenden Landwirte auch durch Fachleute der Landwirtschaftskammer im Rahmen des Konzepts 2020 entsprechend beraten. „Zugleich unterliegt das Wasser laufenden Analysen – bei der Förderung, bei der Abgabe am Wasserwerk und bei der Ankunft beim Kunden“, sagt Kramer. Zusätzlich seien Grundwassermessstellen eingerichtet, ebenso für das Vorfeld zwischen Erdoberfläche und Grundwasservorkommen. Die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft habe sich bewährt. Deshalb warnt Kramer auch vor Verallgemeinerungen, wenn über die Frage der Nitratbelastung gesprochen wird. Er sagt: „Unser Wasser hat Trinkwasserqualität. Daran werden hohe Anforderungen gestellt. Es kann bedenkenlos getrunken werden.“ Von zusätzlichen Filteranlagen im eigenen Zuhause rät Alfred Kramer eher ab: „Da besteht immer die Gefahr, dass es bei nicht sachgemäßer Wartung und Pflege zu Verkeimungen kommt.“

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