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Vredener wegen Belästigung des Nachbarsjungen verurteilt

Sexuelle Nötigung

Ein 50-jähriger Vredener ist am Donnerstag bei einem Prozess vor dem Amtsgericht Ahaus der sexuellen Nötigung für schuldig befunden worden. Der Vorfall ereignete sich am 22. Mai an der Wüllener Straße in einem Mehrfamilienhaus.

VREDEN/AHAUS

von von Johannes Schmittmann

, 06.10.2016
Vredener wegen Belästigung des Nachbarsjungen verurteilt

Am besagten Tag begab sich der Mann zur im selben Haus gelegenen Wohnung des Jungen und fragte, ob dieser ihm mit einem Feuerzeug aushelfen könne - der Staatsanwalt vermutet an dieser Stelle lediglich einen Vorwand.

Der 15-jährige vernahm sofort einen starken Alkoholgeruch und verwies darauf, Nichtraucher zu sein. Daraufhin, so die Schilderung des Jungen, habe der Mann sich aber nicht entfernt, sondern sich im Gegenteil bedrohlich genähert. Auf ein leichtes "Zurückschubsen" habe dieser nicht reagiert, sondern sich diesmal sogar an ihn geklammert. Dabei hätte er kopulierende Bewegungen gemacht und sich an seinem Oberschenkel gerieben.

Polizei gerufen

Zudem sei der Satz "Erzähl deinem Vater nicht, dass wir Sex haben" gefallen, worauf eine Geste Richtung Schlafzimmer folgte. Diesmal habe er den Mann energisch zurückgewiesen und Richtung Tür geschubst. Dies sei aufgrund des starken Alkoholeinflusses kein großes Problem gewesen. Seine Mutter traf bald darauf ein und rief sofort die Polizei.

Die beiden Polizeibeamten beschrieben den Zustand des Jungen als "völlig aufgelöst und eingeschüchtert". Auch der Junge selbst sprach von einer Angst, die ihn noch immer verfolge.

"Total besoffen"

Der Angeklagte wies die Vorwürfe zwar mit dem Verweis auf seine eigenen Kinder und Enkelkinder zurück, wobei er aber gleichzeitig gestand, sich nicht an die Situation erinnern zu können. Er sei "total besoffen" gewesen - dafür spricht auch der festgestellte Alkoholwert von über zwei Promille.

Staatsanwaltschaft und Richter waren sich einig, dass es keinen Grund gebe, an der Ausführungen des Jungen zu zweifeln, zudem habe der Angeklagte sich mehrfach widersprochen. So wurde der bereits zehnfach vorbestrafte (darunter kein Sexualdelikt) Sozialhilfeempfänger zu 30 Tagessätzen verurteilt.

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