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Warum jetzt auch Vreden stärker schrumpft

Bevölkerungsstatistik

VREDEN Der demografische Wandel macht sich auch in Vreden bemerkbar - im vergangenen Jahr deutlich: Die Bevölkerungszahl ist stärker als im Durchschnitt des Kreises gesunken. 22.641 Einwohner hatte die Widukindstadt am 31. Dezember 2009. Das sind 135 weniger als ein Jahr zuvor.

von Von Thorsten Ohm

, 10.08.2010
Warum jetzt auch Vreden stärker schrumpft

Was das anteilig bedeutet, zeigt eine Kennziffer auf: Die Bevölkerungsveränderung je 1000 Einwohner liegt damit in Vreden für das Jahr 2009 bei einem Minus von 6,0. Zum Vergleich: Im Kreisdurchschnitt lag dieser Wert bei minus 1,7, in Städten vergleichbarer Größe wie Stadtlohn bei minus 0,4 und in Rhede bei plus 1,3. Wie ergibt sich dieser Wert? Um die Veränderung der Bevölkerungszahl unter dem Strich messen zu können, ziehen die Statistiker zwei Fragen heran: Wie steht es um das Verhältnis von Geburten und Todesfällen, und wie stellen sich die Zuzüge im Vergleich mit den Fortzügen dar?

Lange Zeit galt das westliche Münsterland als geburtenstarke Region. Sie ist es immer noch im Vergleich mit anderen: 195 Geburten wurden für Vreden gezählt, das macht einen Wert von 8,6 auf 1000 Einwohner – landesweit sind es 8,1. Noch ein Jahr zuvor waren es allerdings in Vreden 10,4 Geburten je 1000 Einwohner. Werden die 196 Sterbefälle gegengerechnet, so ergibt sich ein Wert von minus eins. Zusätzlich stehen in Vreden für das vergangene Jahr den 770 Zuzügen insgesamt 904 Fortzüge gegenüber – ein Wanderungsverlust von minus 134. Unter dem Strich ergibt sich bei der Bevölkerungszahl so das Minus von 135 Einwohnern.

Mit dieser Tendenz steht Vreden nicht allein da. Und so wundert es nicht, dass der Kreis für 2009 erstmals seit 1975 einen Rückgang seiner Einwohnerzahl feststellen muss. In der 25-Jahres-Bilanz kann Vreden noch auf einen Zuwachs von 4792 Einwohnern blicken – damals lebten 17.849 Menschen in der Widukindstadt. Der lang anhaltende Aufwärtstrend ist dort jetzt zum ersten Mal rückläufig – ein Effekt mit Verspätung: Sowohl im Regierungsbezirk Münster, als auch landesweit weist die Kurve bereits seit rund fünf Jahren in einem immer steiler werden Winkel nach unten. Was bei den Vredener Zahlen auffällt: In den vergangenen 25 Jahren lag die Geburtenquote noch nie so niedrig wie im Jahr 2009.

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