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Nach Sturmschaden wird Kirchendach saniert

Dacharbeiten an Vredener Georgskirche

Die Bauarbeiten an der Georgskirche, deren Dach am 18. Januar beschädigt wurde, sollen im Juni beginnen. Das Dach wird auf der nördlichen Seite erneuert.

Vreden

, 19.04.2018
Nach Sturmschaden wird Kirchendach saniert

Das Norddach der St.-Georg-Kirche wird nach dem Schaden, der im Januar beim Sturmtief „Friederike“ entstanden ist, großflächig saniert.thünte © Victoria Thünte

Vor fast genau drei Monaten wütete Sturm Friederike über dem Münsterland. Die Folgen sind mitten in Vreden noch immer zu sehen. Das Loch im Dach der St.-Georg-Kirche ist bislang nur provisorisch geflickt. Die Plane, die von Holzbalken gehalten wird, reflektiert die Sonne, am Boden stehen Bauzäune als Absperrung. Jetzt steht fest, dass nicht nur das Loch geschlossen wird. Das Bistum Münster hat entschieden, rund 90 Prozent der Nordseite des Daches komplett neu eindecken zu lassen.

Die Zentralrendantur Ahaus-Vreden hatte angeregt, direkt eine große Dachfläche zu erneuern, da in Kürze so oder so eine Sanierung des gesamten Kirchendaches ansteht. Das Bistum Münster hat das nun genehmigt. Vom Kirchturm bis zur Kehle, wo der Sturm Friederike im Januar ein vier mal zehn Meter großes Loch in das Dach gerissen hat, wird das Dach neu gedeckt.

Seite wird eingerüstet

„Wir schreiben die Arbeiten nun aus. Dann beginnen die Bauarbeiten vermutlich im Juni und dauern bis Oktober“, sagt Stephan Bengfort, Bauingenieur bei der Zentralrendantur. Dafür wird die Seite der Kirche komplett eingerüstet und das Dach zunächst abgedeckt. Die Bauarbeiter verstärken dann die Schalung. „Die Schalung liegt auf den Sparren und da kommt eine Lage dazu“, sagt Stephan Bengfort. Das sei notwendig, weil der Naturschiefer, mit dem das Dach neu eingedeckt wird, schwerer ist als die bisher verwendeten Faserzementplatten.

Nach den Bauarbeiten ist auf dem Kirchendach also ein Materialunterschied zu sehen. Das neue Dach auf der Nordseite wird mit Naturschiefer gedeckt, auf den anderen Seiten liegen Faserzementplatten. Doch der Unterschied ist nicht von Dauer. In zehn bis zwölf Jahren muss das gesamte Dach neu eingedeckt werden. Die verbauten Faserzementplatten haben nämlich nur eine begrenzte Lebensdauer.

Bistum zahlt den Großteil

Die Bauarbeiten an der Nordseite kosten rund 210.000 Euro. Den Großteil der Kosten trägt das Bistum Münster. Das Flicken des Loches hätte laut Gutachten der Versicherung rund 63.000 Euro gekostet.

Der Sturm Friederike hat am 18. Januar ein rund vier mal zehn Meter großes Loch in das Kirchendach gerissen. Riesige Dachteile sind dabei zur Erde gefallen, einige scharfkantige Platten steckten nach dem Sturm senkrecht in der Erde. „Man kann froh sein, dass niemand verletzt wurde“, sagte Stephan Bengfort im März.

Nach dem Sturm bestand zunächst die Befürchtung, dass die Statik des Kirchendachs beeinträchtigt sein könnte. Ein Statiker schaute sich den Dachstuhl eine Woche nach dem Sturm an und gab Entwarnung.

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