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WM-Playoffs: Letzte Ausfahrt Russland

Stuttgart. In den sechs Playoffs zur Fußball-WM 2018 und den abschließenden Gruppenspielen in Afrika werden die letzten neun Plätze für das Turnier vergeben. Dabei steht besonders Italien gegen Schweden unter Druck. Michael Skibbe will als Trainer Griechenlands nach Russland.

WM-Playoffs: Letzte Ausfahrt Russland

Italiens Torwart Gianluigi Buffon will zur WM nach Russland. Foto: Loris Roselli

Eine WM ohne den viermaligen Titelträger Italien ist für viele Fußball-Fans kaum vorstellbar. 2018 könnte die Squadra Azzurra erst zum zweiten Mal nach 1958 wieder ein WM-Turnier verpassen.

In zwei Playoff-Spielen muss sich das Team um Welttorhüter Gianluigi Buffon, das in der Qualifikations-Gruppe G nur Zweiter hinter Spanien wurde, gegen Schweden durchsetzen - sonst wird's nichts mit der WM-Teilnahme in Russland. Daneben sorgt das Duell Griechenlands mit dem deutschen Trainer Michael Skibbe gegen Kroatien für die größte Aufmerksamkeit.

„Ich habe niemals daran gedacht, nicht zur WM zu fahren. Italien hat uns niemals im Stich gelassen und wir werden Italien nicht im Stich lassen“, sagte der italienische Trainer Giampiero Ventura vor dem Hinspiel im schwedischen Solna. Das Rückspiel findet am Montag in Mailand statt.

Neben den Italienern und den Schweden, die letztmals 2006 beim „Sommermärchen“ in Deutschland teilnahmen, kämpfen zehn weitere Teams in fünf Playoff-Partien um das WM-Ticket. In Afrika werden in den letzten Gruppenspielen zudem drei weitere Teilnehmer gesucht.

In den Playoffs will Skibbe 16 Jahre nach dem verlorenen WM-Finale mit Deutschland 2002, als er Co-Trainer von Rudi Völler war, mit Griechenland zurück auf die größte Fußball-Bühne der Welt. Auf dem Weg nach Russland (14. Juni bis 15. Juli) muss sich der deutsche Coach mit der griechischen Nationalelf, die in der Quali-Gruppe H Zweiter hinter Belgien wurde, gegen Kroatien durchsetzen.

In der Weltrangliste liegt Kroatien mit seinem Starspieler Luka Modric von Real Madrid auf Platz 18, Griechenland mit den Bundesliga-Profis Sokratis (Borussia Dortmund) und Kyriakos Papadopoulos (Hamburger SV) auf Rang 47. „Für uns sind diese Playoffs eine Herausforderung“, sagte Skibbe vor dem Hinspiel am Donnerstag in Zagreb. „Wir sind gut vorbereitet.“. Das Rückspiel steigt am Sonntag in Piräus. Qualifizieren will sich Skibbe mit einem System, das dem von Otto Rehhagel beim Europameistertitel der Griechen 2004 ähnelt. Hinten dicht - und vorne effektiv sein.

Um zwei weitere europäische WM-Startplätze streiten Dänemark und Irland sowie Nordirland und die Schweiz. Die Eidgenossen mit dem Mönchengladbacher Torwart Yann Sommer hoffen dabei auf die vierte WM-Teilnahme in Serie. 2014 in Brasilien erreichten sie das Achtelfinale.

Der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic fürchtet vor dem Hinspiel am Donnerstag im Windsor Park von Belfast besonders die Mentalität der Nordiren und ihrer Fans, die mit ihrer Leidenschaft zuletzt bei der EM in Frankreich begeisterten. Dort erreichte das Team das Achtelfinale. „Das Publikum kann 20 bis 30 Prozent ausmachen“, sagte Petkovic. Würden sich die Nordiren durchsetzen, wäre es ihre erste WM-Teilnahme seit Mexiko 1986.

Neben den Paarungen in Europa stehen in den Playoffs zwei interkontinentale Duelle zwischen Neuseeland und Peru sowie Honduras und Australien an. Dazu werden noch drei Starter aus Afrika gesucht.

Der Fokus in Europa richtet sich jedoch vor allem auf Italien. Gegner Schweden, aus dessen aktuellem Kader noch kein Profi bei einer WM gespielt hat, ist entsprechend motiviert. Die EM in Frankreich sei schon fantastisch gewesen, meinte Sebastian Larsson von Hull City. „Aber es ist die WM, von der man als Kind geträumt hat.“ Dorthin will das Team auch ohne seinen noch verletzten Superstar Zlatan Ibrahimovic.

Italiens Buffon, der 2006 in Deutschland Weltmeister wurde, träumt derweil von seiner sechsten WM-Teilnahme. In Russland würde er nächsten Sommer als 40-Jähriger im Tor stehen.

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