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WM wichtigstes Ereignis seit Apartheid-Ende

Johannesburg (dpa) Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ist für Südafrika laut Chefplaner Danny Jordaan das wichtigste Ereignis seit dem Ende der Apartheid. Das Turnier sei der «zweite Schritt zum Wandel» im Kap-Staat.

WM wichtigstes Ereignis seit Apartheid-Ende

Ein Bauarbeiter arbeitet in der südafrikanischen Stadt Johannesburg auf der Baustelle für das Soccer City Stadion.

«Wir teilen die Vision der Hoffnung. Wir haben eine formende Kraft, Afrika besser zu machen», sagte er bei einem Mediengespräch in Johannesburg. FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke sieht die oft hart kritisierten Turnier-Vorbereitungen auf einem guten Weg. «Die Dinge, die noch nicht perfekt sind, bewegen sich in die richtige Richtung», sagte er. Es gäbe nichts, was ihm «am Morgen, wenn ich aufwache, Bauchschmerzen» bereite.

Wenige Tage nach der reibungslosen und allseits gelobten Auslosung für den Confederations Cup 2009 hob Jordaan mit emotionalen Worten die soziokulturelle Bedeutung der WM für sein Land, aber auch den ganzen afrikanischen Kontinent, hervor. «Man darf nicht glauben, dass man zu den herrschenden Verhältnissen verdammt ist. Wir sind die Agenten des Wandels», beschrieb er sein Credo für die Organisation der in gut 18 Monaten anstehenden WM.

Größere Schwierigkeiten sieht Jordaan nicht - und wagte sich beim Thema Stadienbau weit hervor. «Wenn ein einziges Stadion nicht für den Confederations Cup bereit ist, zahle ich Ihnen allen ihre WM- Tickets», sagte er zu den anwesenden Journalisten. In Johannesburg, Pretoria, Bloemfontein und Rustenburg findet im Juni 2009 die WM- Generalprobe statt. Besonders im Royal Bofakeng Stadion von Rustenburg sind die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen.

Unterstützung bekam Jordaan von Valcke. Noch im Sommer hatte dessen Chef, FIFA-Präsident Joseph Blatter, angesichts der problematischen Planung in den Bereichen Transport und Sicherheit über Ersatzkandidaten für 2010 gesprochen. «Es gab nicht einen Moment die Situation, in der wir gedacht haben, die WM 2010 werde nicht in Südafrika stattfinden», sagte nun Valcke. Es habe nie ein einziges Gespräch mit möglichen Ausweichländern gegeben. Gleichzeitig gestand der Generalsekretär ein, dass die FIFA in Südafrika besonders eingebunden sei. «Wir mussten härter arbeiten.»

Unterdessen schreiten die konkreten WM-Planungen weiter voran. Am 20. Februar 2009 startet der Ticketverkauf. Optionsscheine für alle 64 WM-Partien werden dann im Internet zu bestellen sein, teilte Jordaan mit. Die Preise für die in vier Kategorien eingeteilten Eintrittskarten reichen von umgerechnet etwa elf Euro in der Vorrunde bis knapp 700 Euro für das teuerste Finalticket. Die Spielpaarungen stehen allerdings erst nach der Gruppenauslosung am 4. Dezember 2009 in Kapstadt fest.

Die Anstoßzeiten wurden im Vergleich zur WM in Deutschland 2006 aus klimatischen Gründen vorverlegt. In der Gruppenphase mit drei Partien pro Tag werden die Spiele um 13.30 Uhr, 16.00 Uhr und 20.30 Uhr angepfiffen. Im Juni und Juli - im südafrikanischen Winter - kann es in den Abendstunden empfindlich kühl werden. Tagsüber ist es hingegen deutlich milder. Das Endspiel am 11. Juli im Soccer City Stadion von Johannesburg wurde dennoch auf 20.30 Uhr angesetzt.

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