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WWF und Buchautor streben gütliche Einigung an

Köln (dpa) Im Rechtsstreit zwischen der Umweltstiftung WWF und dem kritischen Buchautor Wilfried Huismann erwarten beide Seiten eine außergerichtliche Einigung.

WWF und Buchautor streben gütliche Einigung an

Der Autor Wilfried Huismann wirft dem WWF vor, viel zu eng mit Umweltzerstörern zu kooperieren. Foto: Henning Kaiser

Sie hätten an diesem Mittwoch ausführlich und «sehr konstruktiv» über alle strittigen Punkte gesprochen, sagte die WWF-Sprecherin Astrid Deilmann der Nachrichtenagentur dpa. Sie sei zuversichtlich, dass innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Einigung erzielt werden könne. Huismann bestätigte: «Wir haben uns in einer ganzen Reihe von Punkten geeinigt. Ich sehe gute Chancen für eine Einigung.»

Das Landgericht Köln hatte den Kontrahenten eine gütliche Einigung nahegelegt und dafür auch einen Vorschlag gemacht. Darin regte es die Umformulierung einiger Passagen an. Der Hauptvorwurf des Buches, dass der WWF zu industrienah sei, bleibt aber unverändert bestehen. Die bereits gedruckten Exemplare der ersten Auflage des Buches sollen nach dem Vorschlag des Gerichts noch bis Jahresende verkauft werden dürfen.

Der WWF - Markenzeichen Panda - hatte eine einstweilige Verfügung gegen das «Schwarzbuch WWF» beantragt. 13 Einzelpunkte sollten nicht weiter verbreitet werden dürfen. Das Gericht hatte einen Teil der vom WWF vorgebrachten Einwände nachvollzogen, gleichzeitig aber auch betont, dass sich die Organisation Kritik gefallen lassen müsse.

Huismann wirft dem WWF vor, viel zu eng mit Umweltzerstörern wie Ölkonzernen und sogar mit Militärdiktaturen zu kooperieren. Der WWF hält dagegen, wer wirklich etwas erreichen wolle, dürfe nicht nur protestieren, sondern müsse auch Kompromisse aushandeln. Mit reiner Opposition erreiche man gar nichts für die Umwelt.

Huismanns Homepage

Verlag zu Huismanns Buch

Stellungnahme WWF Deutschland

Internetseite des WWF

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