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Wachsmalerei: Geheimnisvoller Farbglanz

Ulrike Kröll

WATTENSCHEID Eine mehrere tausend Jahre alte Technik hat es der Wattenscheider Künstlerin Ulrike Kröll angetan: Sie begeistert sich für Wachsmalerei.

von Von Ulrike Kröll (Künstlerin)

, 09.11.2009
Wachsmalerei: Geheimnisvoller Farbglanz

Ulrike Kröll ist von der Leuchtkraft der Wachsbilder fasziniert.

Die Wachsmalerei (auch: Encaustic), bei der Wachs als Bindemittel für Farbpigmente dient und diese unter Hitzeeinwirkung vermalt werden, wird langsam wieder entdeckt. Der Begriff Encaustic stammt aus dem Griechischen und bedeutet "dem Feuer ausgesetzt sein" oder "mit Feuer erwärmt". Schon die antiken Griechen und alten Ägypter beschäftigten sich in der Zeit um 3000 v. Chr. mit dieser Kunstform.

In der Antike wurde auf Holz und Elfenbeintafeln, auf Ton-, Schiefer- und Marmorplatten gemalt. Zum Auftragen des heißen Bienenwachses wurden Spachtel oder griffelförmige Geräte verwendet. Im Mittelalter ist die Wachsmalerei durch die Ölmalerei fast vollständig verdrängt worden.

Da Vinci, Michelangelo und Goethe Da Vinci, Michelangelo und zuletzt sogar Goethe versuchten sich mittels der Encaustic-Technik auszudrücken. Damals wie heute war die Leuchtkraft der Farben und der geheimnisvolle Glanz des Wachses faszinierend. Diese Bilder sind beständig und vergilben nicht. Daher müssen sie auch nicht restauriert werden. Es genügt völlig, sie ab und zu mit einem weichen Tuch zu polieren, um sie in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

In der Wachsmalerei können Ideen und Phantasien sofort mit eingebracht werden, je nach Verlauf der Farben. Dabei entstehen gegenständliche aber auch intuitive Bilder - jedes für sich ist ein Unikat.